Oswald Oberhuber trifft auf Josef Hoffmann

MAK-Ausstellung "Josef Hoffmann - Oswald Oberhuber: Allgestaltung und Entwurf" im Josef Hoffmann Museum, Brtnice, eröffnet

Wien (OTS) - In Anwesenheit des Künstlers Oswald Oberhuber wurde
am Sonntag, 12. Juni 2011, die MAK-Ausstellung "Josef Hoffmann -Oswald Oberhuber: Allgestaltung und Entwurf" im Josef Hoffmann Museum, Brtnice, CZ eröffnet. Die Schau, die anlässlich Oberhubers 80. Geburtstag gezeigt wird, ist bis 30. Oktober 2011 im Geburtshaus Josef Hoffmanns, das seit 2006 vom MAK und der Mährischen Galerie in Brno als gemeinsame Expositur geführt wird, zu sehen.

Mit unglaublicher Aktivität und einer ebensolchen Fülle an Ausdrucksmöglichkeiten hat Oswald Oberhuber ein äußerst komplexes und vielschichtiges Gesamtwerk geschaffen. Das Oeuvre und Schaffen von Josef Hoffmann sind gekennzeichnet vom Wandel seiner Position innerhalb der Moderne: vom Avantgardisten zum Bewahrer der Tradition.

Die Präsentation im Josef Hoffmann Museum, Brtnice trennt das Werk dieser bedeutenden Künstler bewusst; jedem werden sowohl ein eigener Raum als auch eigene Bereiche gewidmet. Damit erhalten Betrachter die Gelegenheit, den Zeichenstil beider Künstler zu studieren und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten selbst zu entdecken. Neben der zeichnerischen Konfrontation werden auch Möbelobjekte Oswald Oberhubers den in der Dauerausstellung "Josef Hoffmann: Inspirations" präsentierten Möbeln und Objekten Hoffmanns gegenübergestellt.

Oswald Oberhuber übte als Künstler, Galerist, Maler, Grafiker, Bildhauer, Objektkünstler, Konzeptkünstler, Schriftsteller, Designer, Bühnenbildner, Architekt und Professor und Rektor der Universität für angewandte Kunst in Wien entscheidenden Einfluss auf die Kunst in Österreich seit 1950 aus. Er sieht Kunst als Lebensprozess und wollte sich niemals in eine Ausschließlichkeit begeben. So blieb er auch stets seiner 1958 verkündeten Theorie treu, mit der er das Ende aller Stilrichtungen und damit als einzigen zulässigen Stil jenen der permanenten Veränderung ausrief.
Er setzte sich intensiv mit dem Werk Hoffmanns auseinander. Unter anderem realisierte er in Zusammenarbeit mit dem MAK 1987 die Ausstellung "Josef Hoffmann. Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen", die Zeichnungen und Objekte von Hoffmann aus den Sammlungen des MAK und der Universität für angewandte Kunst gemeinsam präsentierte.

In der Negation einer Festlegung auf einen einheitlichen Stil trifft sich Oswald Oberhubers Position zur Kunst mit der Josef Hoffmanns.
Als Mitbegründer der "Vereinigung Bildender Künstler Österreichs -Secession", der "Wiener Werkstätte" und des "Österreichischen Werkbundes" prägte der Architekt, Designer, Lehrer, und Ausstellungsgestalter Hoffmann (1870-1956) die Architektur und das Design der Moderne in Österreich. Sein Zeichenstil ist beeinflusst von einer Ambivalenz zwischen Künstlertum und funktionellem Entwurf, es regierte der "Kult der kreativen Hand". Zu seinen Entwürfen sagte Hoffmann selbst: "Man sollte die Intuition nicht hemmen. Ich selbst muss immer die Augen zumachen und mir die Sache vorstellen, bevor ich sie beginne."

Für die Realisierung der Ausstellung "Josef Hoffmann - Oswald Oberhuber: Allgestaltung und Entwurf" im Josef Hoffmann Museum, Brtnice, CZ, sowie für Ausstellungs- und Tourismusprojekte im Centrope-Raum in den kommenden zwei Jahren hat das MAK gemeinsam mit der Mährischen Galerie in Brno finanzielle Unterstützung durch das Förderprogramm der Europäischen Union "Europäische territoriale Zusammenarbeit Österreich - Tschechische Republik 2007-2013" beantragt.

Ausführliche Presseunterlagen sowie Bildmaterial zur Ausstellung unter www.MAK.at/presse.

Ausstellungsort: Josef Hoffmann Museum, Brtnice. Eine gemeinsame Expositur der Mährischen Galerie in Brno und des MAK Wien
námestí Svobody 263, 58832 Brtnice, CZ
Ausstellungsdauer: Bis 30. Oktober 2011
Öffnungszeiten: April - Oktober Di bis So 10.00-17.00 Uhr, Juli und August täglich 10.00-17.00 Uhr

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