Berlakovich fordert verbindliches Rechtsabkommen für Europas Waldschutz

6. Ministerkonferenz von 14. bis 16. Juni in Oslo soll Startschuss geben

Wien/Oslo (OTS) - "Es ist sehr wichtig, ein europäisches Rechtsabkommen zum Schutz der europäischen Wälder zu schließen. Dieses soll darauf abzielen, die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Europa zu festigen und langfristig stabile Rahmenbedingungen für diesen Sektor zu schaffen. Damit kann die Wettbewerbsfähigkeit unserer Forstwirtschaft auf den internationalen Märkten erhöht werden. Außerdem gilt es, die Leistungen des Waldes für die nachhaltige Entwicklung, für den Klimaschutz und die Stärkung des ländlichen Raumes besser zu verankern und hervorzuheben", so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich, der persönlich zur 6. Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa reist, die von 14. bis 16. Juni 2011 in Oslo stattfindet.

Österreichische Initiative fällt auf fruchtbaren Boden

Derzeit gibt es in Europa nur rechtlich unverbindliche Vereinbarungen zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern. So existieren auf EU-Ebene eine EU-Forststrategie und ein EU-Forstaktionsplan, für den gesamteuropäischen Raum Deklarationen und Resolutionen. Um diese Situation zu verbessern, hat Österreich bei der 5. Ministerkonfe-renz zum Schutz der Wälder in Europa 2007 in Warschau angeregt, alle Möglichkeiten für ein diesbezügliches Rechtsabkommen zu überprüfen.

Diese Initiative Österreichs ist auf ein durchwegs positives Echo gestoßen. Unter dem Dach der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa, der 46 Staaten einschließlich der Russischen Föderation sowie die Europäischen Gemeinschaft als Signatare angehören, wur-den unter dem Kovorsitz Österreichs zwei Arbeitsgruppen eingerichtet. Diese hatten die Auf-gabe, in Vorbereitung der Oslo-Konferenz verschiedene Optionen für ein solches Rechtsab-kommen aufzuzeigen. Außerdem galt es, den Mehrwert gegenüber der derzeitigen Situation darzustellen und mögliche Auswirkungen auf bestehende globale und regionale Abkommen, Institutionen und Prozesse zu analysieren.

Ganz im Sinne der nachhaltigen, europäischen Forstwirtschaft

"Ich erwarte mir, dass alle Länder dieses notwendige Abkommen unterzeichnen, das ganz im Sinne unserer nachhaltigen, europäischen Forstwirtschaft ist", so Berlakovich weiter. Bei der im Rahmen der Ministerkonferenzen geführten forstpolitischen Diskussion handelt es sich um einen länderübergreifenden Prozess, der 1990 mit dem Ziel eingeleitet wurde, die nachhaltige Bewirtschaftung der europäischen Wälder zu fördern. Primär basierte er auf der freiwilligen Verpflichtung der derzeit 47 Unterzeichner. Die EU ist seit Beginn des Prozesses Vertragspar-tei und hat bislang alle Entschließungen und Erklärungen mitgetragen. Die nun anstehende Ministerkonferenz wird ein wichtiger Meilenstein für die nachhaltige Forstbewirtschaftung in Europa sein.

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