"Die Presse am Sonntag": Faymann: Höhere Steuern auf Transport - kein Interesse an einem Treffen mit Gerhard Zeiler

Ausgabe vom 11.06.2011

Wien (OTS) - Um die "Schere zwischen Reich und Arm" zu
verkleinern, spricht sich Bundeskanzler Werner Faymann im Interview mit der "Presse am Sonntag" einmal mehr für eine Steuer auf Finanztransaktionen auf Europaebene aus. Allerdings zieht er auch "andere Möglichkeiten" innerhalb der EU in Betracht: "etwa die Bekämpfung von Steuerparadiesen, eine höhere Abgabe im Flugverkehr oder eine Verteuerung des Transports - Maßnahmen, die Teil einer leider nicht vorhandenen nachhaltigen Umweltpolitik sind, denn eine Effizienzverbesserung kann nur dann funktionieren, wenn nicht der Transport als Haupt-CO2-Verschwender auftritt." Ob das höhere Kosten für Treibstoffe bedeuten könne? "Nicht zwangsläufig", sagt Faymann. "Es gibt auch verschiedene Mautsysteme. Die Schweiz hat im Vergleich zur Europäischen Union die doppelte Maut für Transporte auf der Straße."

Warum er RTL-Chef Gerhard Zeiler, einen Parteifreund, der überlegt hatte, für das Generalsekretariat im ORF zu kandidieren, nicht auf ein Glas Wein getroffen habe, um ihn wieder ins Boot zu holen, begründet Faymann so: "Ich sehe es nicht als meine Aufgabe, dass ich mit jedem was trinken gehe, der überlegt zu kandidieren oder auch nicht. Ich habe als Bundeskanzler andere Aufgaben im Staat wahrzunehmen."

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