VP-Leeb: Kunsthallen-Farce beschädigt Kulturstandort Wien

Gerald Matt ist nach der widersprüchlichen Aussage des Parlaments nicht länger tragbar.

Wien (OTS) - "Die von seinen Verteidigungsfiguren ausgeführten Rochaden können den selbsternannten König der Kunsthalle nicht mehr länger schützen," so ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb in einer Reaktion auf die APA Meldung von gestern, Freitag, in der die Parlamentssprecherin eine Kooperation zwischen Kunsthalle und Parlament definitiv in Abrede gestellt hatte.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass Gerald Matt lediglich eine Kooperation mit seinem eigenen Vorstand eingegangen ist, um die Beschäftigung von Mitarbeitern der Kunsthalle für seine privaten Projekte zu rechtfertigen. Es stellt sich allerdings die Frage, warum sich ein Vorstand, der eigentlich die Arbeit des eigenen Direktors zu überwachen hat, durch derartig durchschaubare Argumentationsketten von Gerald Matt hat verführen lassen.

Nunmehr ist Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny jedenfalls dringend gefordert, endlich seine Untätigkeit in dieser Angelegenheit zu beenden. Er muss den Vorstand der Kunsthalle auffordern, seinen Direktor wegen möglicher Rufschädigung der Institution zu entlassen. Ein Direktor der sich durch seine eigenen Handlungen und Aussagen derart selbst beschädigt hat, ist für eine solch wichtige Kulturinstitution, nicht mehr länger tragbar.
Es muss auch schnellstens eine Einigung zwischen der Stadt Wien und dem Vorstand der Kunsthalle getroffen werden, um eine Einbindung des Subventionsgebers in die Bestellung und der Vertragserrichtung zukünftiger Direktoren zu gewährleisten, wie dies bereits im Kontrollamtsbericht des Jahres 2003 gefordert worden war. Und auch im Vorstand muss Wien durch einen Vertreter der Stadt, die diese Institution immerhin mit jährlich mehr als 4 Mio. Euro fördert, vertreten sein.

"Die Kunsthalle mit Gerald Matt als Direktor ist definitiv nicht mehr in der Lage, ihrer eigentlichen Aufgabe nachgehen zu können. Ich hoffe, dass auch der verantwortliche Kulturstadtrat die Aussagen seiner Parteikollegin und Parlamentspräsidentin Barbara Prammer als das erkennt was sie darstellen, den finalen Zug zum 'Schach Matt' ", so Leeb abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Klub der Bundeshauptstadt Wien
Mag. Philipp Meisel
Tel.: 0664/83 83 202
philipp.meisel@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001