Neues Volksblatt - "Sparen lernen" von Markus EBERT

Ausgabe vom 10. Juni 2011

Linz (OTS) - Es ist nicht zuletzt das Reizwort Temelin, das seit vielen Jahren das nachbarschaftliche Verhältnis zwischen (Ober-)Österreich und Tschechien nicht so gut sein lässt, wie es sein könnte. Mit Fukushima ist das nicht besser geworden, setzt Tschechien doch - entgegen dem allgemeinen Ausstiegstrend - nun verstärkt auf Atomstrom. Den unpassenden Vergleich von Staatspräsident Vaclav Klaus, es gebe zwar Gurkentote, aber keine Strahlentoten, kann man nicht anders als eine Provokation bezeichnen. Dennoch ließ sich gestern im oö. Landtag niemand zu unüberlegten Ressentiments gegen unsere nördlichen Nachbarn hinreißen, sehr wohl aber wurde sehr fundiert Kritik an der Atompolitik geübt.
Freilich: Das Nein zu Atomstrom ist das eine, das andere ist das unabdingbare Ja zu alternativen Energieformen und zum Energiesparen. Dass es in Sachen Ökostromförderung noch einigen Diskussionsbedarf gibt, steht außer Streit. Unbestritten ist aber auch, dass in der Ausnutzung der Ressource Wasserkraft noch der eine oder andere über seinen Schatten springen muss. Und schließlich muss jedem klar sein, dass auch die Verbrauchsreduktion eine Maßnahme sein muss. Stromsparen als einfachste Übung will aber auch gelernt sein.

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