Mongolischer Besuch im Hohen Haus Zweiter NR-Präsident Neugebauer empfängt Außenminister Zandanshatar

Wien (PK) - Der Zweite Präsident des Nationalrats, Fritz Neugebauer, empfing heute Nachmittag den Außenminister der
Mongolei Gombojav Zandanshatar zu einem Gedankenaustausch. Im Mittelpunkt der Unterredung standen dabei bildungspolitische
Fragen, aber auch wirtschaftliche und umweltpolitische Themen.

Neugebauer wies eingangs der Unterredung darauf hin, dass sich
die Beziehungen zwischen Österreich und der Mongolei in den
letzten Jahren außerordentlich vertieft haben. Er selbst sei im Vorjahr in Ulan Bator gewesen, wo er nicht nur mit dem dortigen Bürgermeister, sondern auch mit vielen Vertretern des Bildungssektors zusammengetroffen sei, und im Juli dieses Jahres werde eine Delegation der Wirtschaftskammer in die Mongolei
reisen, die sich vor allem Fragen der erneuerbaren Energien
zuwenden wolle, führte der Präsident aus. Es gebe also, resümierte Neugebauer, eine sehr starke und freundschaftliche
Basis auf wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller
Ebene zwischen beiden Staaten, und den Besuch des Außenministers werte man als weiteres Zeichen der gegenseitigen Verbundenheit.

Zandanshatar bezeichnete Österreich als guten Nachbarn, der für die Mongolei als wichtiges Tor zur EU eine spezielle Bedeutung
habe. Zudem habe Österreich seinerzeit als zweites Land des
Westens die Mongolei anerkannt, was man in der Mongolei nicht vergessen habe. Es gebe im mongolischen Parlament eine eigene Freundschaftsgruppe, welche die Kontakte in der Zusammenarbeit
mit dem österreichischen Parlament weiter vertiefen wolle.

Der Außenminister berichtete von der aktuellen politischen Agenda der mongolischen Regierung und erwähnte dabei, dass man gerade im Begriff sei, die Todesstrafe, für die es schon jetzt ein
Moratorium gebe, endgültig abzuschaffen. Zudem habe man ein Partnerschaftsabkommen mit der EU initiiert, von dem man hoffe,
dass es bald unterzeichnet werde. Der Gast wies schließlich
darauf hin, dass in Österreich sehr viele mongolische Studierende lebten, und verband dies mit der Bitte, die österreichische Regierung möge die Möglichkeit der Einrichtung von Stipendien für diese Studierenden prüfen.

Neugebauer zeigte sich erfreut über die mongolische Haltung zur Todesstrafe und sprach sich entschieden für eine weitere Verdichtung der bilateralen Zusammenarbeit in den Feldern
Bildung, Wissenschaft und Universitäten aus. Man erwäge die Entsendung einer Parlamentarierdelegation nach Ulan Bator,
erklärte Neugebauer, der dem Gast zur allgemeinen
Aufbruchsstimmung in der Mongolei gratulierte und das Engagement
der Mongolei bei den friedenserhaltenden Missionen würdigte. (Schluss)

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