Europäische Eisenbahn-Regulierungsbehörden stärken ihre Zusammenarbeit

Schienen-Control ist Gründungsmitglied des Netzwerks IRG-Rail

Wien (OTS) - Heute, 9. Juni 2011, trafen sich die Vertreter unabhängiger Eisenbahn-Regulierungsbehörden aus sechzehn Ländern Europas in Den Haag, um eine Vereinbarung über eine engere Zusammenarbeit zu unterzeichnen. Diese soll vor allem den Passagieren und den Frachtkunden zugutekommen.

Durch die Liberalisierung des Schienenverkehrsmarktes in Europa wird die grenzüberschreitende Abstimmung immer wichtiger. Vor allem die Infrastrukturbetreiber aus den verschiedenen Mitgliedstaaten arbeiten bereits in verschiedenen Gremien und Foren verstärkt zusammen. Um die Aufgaben der Marktregulierung noch besser wahrnehmen zu können, ist auch eine intensivere Kooperation der Regulierungsbehörden erforderlich. Diese wird seitens der Europäischen Kommission - zuletzt in der Güterverkehrskorridor-Verordnung - gefordert.

Zu den Aufgaben der neuen Gruppierung, die unter der Bezeichnung Independent Regulators' Group Rail (IRG-Rail) auftritt, gehören die Förderung der Liberalisierung des Schienenverkehrsmarktes im Güter-und Personenverkehr, ein nachhaltiger Wettbewerb, das Vertreten der Interessen der Kunden und Transparenz im Eisenbahnsektor. Zu diesem Zweck wird ein Diskussionsforum geschaffen, ferner werden Dokumente zu wichtigen Themen veröffentlicht und der Markt wird über Entwicklungen und Strategien der Regulierung informiert.

IRG-Rail hat mehrere Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich mit folgenden Themen beschäftigen:

  • Erarbeitung einer gemeinsamen Position zur Umsetzung der Güterverkehrskorridor-Verordnung der EU
  • Harmonisierung der Kriterien zur Beurteilung der Gefährdung des wirtschaftlichen Gleichgewichts gemeinwirtschaftlicher Verträge
  • Gemeinsame Vorgehensweise bei der Markbeobachtung
  • Gemeinsame Stellungnahme zur Überarbeitung des 1. Eisenbahnpaketes (Recast)
  • Erarbeitung gemeinsamer Ansätze in Fragen des Benützungsentgelts

In der ersten Vollversammlung am 9. Juni 2011 verabschiedeten die Teilnehmer die gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf der Europäischen Kommission zur Überarbeitung des 1. Eisenbahnpaketes. Darin wird vor allem die Stärkung der Unabhängigkeit sowie der Befugnisse der Regulierungsbehörden begrüßt.

Ursula Zechner, Geschäftsführerin der Schienen-Control: "Nur starke Regulierungsbehörden können eine diskriminierungsfreie Behandlung aller Marktteilnehmer sicherstellen und damit die Entwicklung des Schienenverkehrs fördern".

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Birgit Hammerschmid
Kommunikation
Schienen-Control GmbH
Praterstraße 62-64, 1020 Wien
T: +43 1 5050707 140
b.hammerschmid@schienencontrol.gv.at
www.schienencontrol.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SCT0001