Fachtagung der Papierindustrie: "Papier trägt Verantwortung"

Branche bietet Green Jobs und setzt auf Potenzial zukunftsweisender Technologien

Wien (OTS/PWK423) - "Papier trägt Verantwortung" lautete das
Thema des hochkarätig besetzten Wirtschafts-Forums, das am 9.6. den Abschluss der Österreichischen Papierfachtagung 2011 in Graz bildete. Gemeinsam mit Nachhaltigkeitsexperten, wie Mag. Natalia Corrales-Diez, avant-gardist, und Mag. Philipp Gaggl, PricewaterhouseCoopers, sowie dem Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, Ing. Josef Herk, diskutierten Vertreter der heimischen Papierindustrie unter Moderation von Mag. Corinna Milborn, NEWS, über die gelebte Verantwortung der Branche.

Papierindustrie: "Kein unbeschriebenes Blatt" in Sachen Nachhaltigkeit, im Gegenteil:
"Gelebte Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility führen im Idealfall als Bestandteil der Unternehmensstrategie und Quelle von Innovationen zu einem klaren Wettbewerbsvorteil", lautet die Kernaussage von Mag. Natalia Corrales-Diez am Beginn der Veranstaltung. Dass nachhaltiges, ökologisch und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften für die Zellstoff- und Papierindustrie nicht nur eine von vielen Aufgaben darstellt, sondern als wesentlicher Bestandteil ihrer Kernkompetenz verstanden wird, machte die Expertendiskussion rasch deutlich. Für heimische Unternehmen stehen die nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz, die effiziente Energiegewinnung und -nutzung, die wieder verwertbaren Produkte sowie die Entwicklung neuer Technologien im Zentrum gelebter Nachhaltigkeit.

Green Technologies für optimierte Rohstoffnutzung und Klimaschutz "Die österreichischen Standorte haben das Potenzial an der Weltspitze zu sein, sowohl was die Produktivität angeht, als auch bei der Energieeffizienz und im Umweltschutz", erklärte Dr. Max Oberhumer, Geschäftsführer von Sappi Austria und Energiesprecher der Austropapier. Gerade wenn es um die Optimierung der Rohstoffnutzung geht, kommt der Stärkung und Weiterentwicklung der Green Technologies entscheidende Bedeutung zu. Gutes Beispiel ist das Konzept der holzbasierten Biorefinery: Hier werden sowohl erneuerbare Rohstoffe als auch Brenn- und Kraftstoffe, sowie neue Produkte in einem Verfahren erzeugt. Sie dienen als Ersatz für fossile Energieträger und leisten so einen Beitrag zum Klimaschutz. Im Umwelt- und Ressourcenmanagement der Branche haben Green Jobs einen zentralen Stellenwert. "Um den künftigen Herausforderungen und dem Prinzip der Nachhaltigkeit weiterhin gerecht zu werden, zielt die österreichische Zellstoff- und Papierindustrie mit Forschungs- und Innovationsprojekten auf die Stärkung ihrer Green Jobs ab", unterstrich Dr. Gert Pfleger, Leiter Kommunikation & Umwelt bei Norske Skog Bruck.

Papierindustrie mit nachhaltiger Zukunft
"Intelligentes Wirtschaften heißt nachhaltiges Wirtschaften. Nachhaltige Entwicklung bedeutet aber auch verantwortliches Handeln und Engagement, das über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Das fängt beim CEO an und geht bis zum Mitarbeiter im Werk" so Dr. Elisabeth Wuggenig, Leiterin HR Development und Kommunikation bei Mondi Frantschach. Sie unterstrich dies anhand von Beispielen, wie sich das Unternehmen in der Gemeinde engagiert sowie anhand von Initiativen zur Förderung von Chancengleichheit, die Mondi in Zusammenarbeit mit der Caritas umgesetzt hat.

Was die wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit angeht, zeigte sich Dr. Kurt Maier, CEO der Zellstoff Pöls AG, trotz des starken Rückgangs der Investitionen der österreichischen Papierindustrie zuversichtlich: "Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, wird die Branche auch wieder mehr in Österreich investieren", lautete sein Resümee.

Gemeinsam mit der europäischen Dachorganisation CEPI setzt sich Austropapier, die Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, auf internationaler Ebene für eine nachhaltige Zukunft der Branche ein und erarbeitet in der "Road Map 2050" Kernthemen für die kommenden Jahre. Neben der dynamisch zunehmenden Knappheit von Holz geht es vor allem um die zukünftige Energieversorgung von Papierfabriken. Bereits heute erreicht sowohl die Energieeffizienz der Prozesse als auch der Anteil erneuerbarer Energieträger am Brennstoff-Mix internationale Spitzenwerte.

Greenovate! lautete die Devise der diesjährigen Österreichischen Papierfachtagung 2011 in Graz (8. bis 9. Juni), die dem Thema Nachhaltigkeit einen ganz besonderen Stellenwert einräumte. Das Wirtschafts.Forum wurde von APV Graz (Akademischer Papieringenieur-Verein), Austropapier und ÖZEPA (Österreichische Vereinigung der Zellstoff- und Papierchemiker und -techniker) initiiert. Die Österreichische Papierfachtagung bietet alljährlich im Mai in Graz einen Rahmen für top-aktuelle Vorträge, ein hochkarätig besetztes Wirtschaftsforum und eine Fachausstellung für die Zellstoff- und Papierindustrie. Die Veranstaltung wurde von über 400 Gästen aus dem In- und Ausland besucht. (AC)

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