Religion und Theater können Impulse zu Europas Einigung geben

Pfingstgespräche "Europa. Erzählen" in Bildungszentrum Schloss Seggau eröffnet

Graz, 09.06.11 (KAP) Religion und Theater können dem europäischen Einigungsprozess wertvolle Impulse geben. Darin waren sich der Grazer Bischof Egon Kapellari und der renommierte Theaterregisseur Martin Kusej bei ihrer Diskussion im Rahmen der Pfingstgespräche 2011 einig. Kapellari verwies am Mittwochabend im kirchlichen Bildungszentrum Schloss Seggau auf den Anspruch der katholischen Kirche, das Projekt der Integration Europas "in kritischer Solidarität zu begleiten". Dies geschehe unspektakulär und doch wirksam in dem Bemühen, "jeden Tag ein Stück Christsein zu leben".

Den Konsens unter Kulturschaffenden, an einem geeinten Europa mit ihren Mitteln mitwirken zu wollen, versicherte der aus Kärnten stammende Kusej, den seit seiner Studienzeit in Graz mit dem ehemaligen Hochschulseelsorger Kapellari eine - wie er sagte -"bewundernde Freundschaft" verbindet. Er sei an politischen Themen wie die Integration Europas aber auch jenseits seiner Regisseurstätigkeit interessiert. Zuletzt habe er seine Rolle als Repräsentant der Kärntner Slowenen gerne angenommen, um brückenschlagend zu wirken.

Kapellari nahm ebenfalls Bezug auf Kärnten als eine "kleine Welt, in der die große ihre Probe hält". Er habe in seiner 20-jährigen Zeit als Bischof in Klagenfurt viel Zeit und Engagement investiert, um Konflikte zu minimieren. Er habe "katholisch" stets als "synthetisch" und somit brückenschlagend verstanden.

"Europa. Erzählen": Unter diesem Titel findet noch bis Freitag im Bildungszentrum Schloss Seggau zum vierten Mal der Pfingst-Dialog "Geist & Gegenwart" statt, den die Diözese Graz-Seckau gemeinsam mit dem Land Steiermark veranstaltet.

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