"win-win-Situation" für Schulen und junge Leute

Angebot des Freiwilligen sozialen Jahres in der Schülerbetreuung ist sehr gefragt

Bregenz (OTS/VLK) - Seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es für junge Erwachsenen die Möglichkeit, in der Schülerbetreuung an Volksschulen mitzuarbeiten. "Dieses Angebot erweist sich auch in seinem zweiten Jahr als erfolgreich und sehr begehrt bei jungen Menschen", zog Landesrätin Greti Schmid heute, Donnerstag, an der Volksschule Bregenz-Schendlingen eine erfreuliche Zwischenbilanz. Das Projekt soll daher fortgesetzt und nochmals erweitert werden.

Derzeit werden in Vorarlberg rund 7.700 Volks- und Hauptschülerinnen bzw. -schüler auch außerhalb des Unterrichts an Schulen oder in nahegelegenen Einrichtungen betreut. "Eine gute Schülerbetreuung ist pädagogisch äußerst wertvoll", sagte Landesrätin Schmid. Den Kindern wird ein Umfeld geboten, in dem sie ihr Verhalten in der Gemeinschaft entwickeln, aber auch ihre individuellen Neigungen und Begabungen entdecken und ihr Selbstwertgefühl stärken können.

Im ersten Jahr haben 14 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Freiwilligen sozialen Jahres ihre Arbeit in einer Schülerbetreuung für Volksschulkinder aufgenommen, im noch laufenden zweiten Jahr sind es schon 20. Sie betreuen insgesamt 1.081 Kinder. Zur fachlichen Unterstützung wurde eine spezielle Austauschgruppe eingerichtet. Hier erhalten sie Impulse und Feedback zu Themen wie Lernförderung, Spielideen und Freizeitgestaltung, Reflexion von Betreuungssituationen, Sprachförderung, aber auch Gewalt und Mobbing.

Die Lohn- und Fahrtkosten der jungen Erwachsenen werden von der Vorarlberger Landesregierung finanziert.

Von dem Projekt profitieren alle Beteiligten. Für die jungen Erwachsenen ist es vor allem die Möglichkeit zur Berufsorientierung. "Ich habe mich aufgrund dieser Erfahrung entschieden, dass ich auch in Zukunft mit Kindern arbeiten möchte", berichtete die 19-jährige Natalie Metzler, die an der VS Schendlingen in der Schülerbetreuung mithilft. Insgesamt sind es mehr als die Hälfte der jungen Erwachsenen, die nach Absolvierung des Freiwilligen Sozialen Jahres ein Studium oder eine Ausbildung im pädagogischen Bereich machen wollen.

Für die Schulen wiederum bedeutet das Angebot des Landes und der ARGE Soziale Berufsorientierung eine höchst willkommene Entlastung in der Durchführung der Schülerbetreuung. Direktor Bruno Jagg sprach von einer "win-win-Situation". Die Schulkinder selbst können durch die Verstärkung des Betreuungspersonals besser gefördert werden, sowohl im schulischen als auch im sozialen Bereich. Die Kinder haben mehr und jüngere Ansprechpersonen und erleben Kontinuität in der Betreuung.

Nachdem die ersten Jahre so erfolgreich waren, ist für Landesrätin Schmid klar, dass das Projekt fortgesetzt werden soll. Für das nächste Schuljahr (2011/2012) ist eine erneute Erweiterung geplant, sodass dann bis zu 26 Einsatzstellen zur Verfügung stehen sollen.

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