Umweltbundesamt stärkt Umweltinspektion in Serbien

Wien (OTS) - Mit seinem bislang fünften Engagement in Serbien unterstützt das Umweltbundesamt den Ausbau der Umweltinspektion im Balkanstaat. Das Kick-off für das jüngste Twinning-Projekt zur Umsetzung der EU-Umweltgesetzgebung fand am 8. Juni 2011 in Belgrad unter Beteiligung des serbischen Umweltministers Oliver Dulic und dem Leiter der EU-Delegation in Belgrad, Vincent Degert, statt. "Die Staaten des Westbalkans schätzen uns als verlässlichen und kompetenten Partner auf dem Weg nach Europa. Gemeinsam mit den serbischen Expertinnen und Experten entwickeln wir eine starke und effektive Umweltinspektion", betont Georg Rebernig, Geschäftsführer im Umweltbundesamt. "Zwischen den Ländern des Westbalkans und Österreich gibt es seit langem wirtschaftliche und politische Kooperationen. Eine funktionierende Verwaltung ist dafür Voraussetzung. Dieses Projekt leistet dazu einen wichtigen Beitrag", erklärt Günter Liebel, Leiter der Sektion Umweltpolitik im Lebensministerium.

Was ist eine Umweltinspektion?

Im Rahmen der Umweltinspektionen überprüfen die Behörden systematisch Betriebe mit wesentlichen Umweltauswirkungen. Dabei werden jene Anlagen untersucht, die nach den emissionsrelevanten Vorgaben von EU-Richtlinien genehmigungspflichtig sind. Ziel ist, die Auswirkungen auf die Umwelt zu überwachen und die in den Rechtsvorschriften festgeschriebenen Umweltanforderungen zu prüfen und sicherzustellen.

Mehr Wirksamkeit durch Wissenstransfer

Um die Kapazität und Wirksamkeit der serbischen Umweltinspektion auf staatlicher, regionaler und lokaler Ebene auszubauen, führen die ExpertInnen des Projektes unter anderem umfangreiche Trainingsprogramme und gemeinsame Anlagenprüfungen vor Ort durch. Das Projekt ist auf zwei Jahre anberaumt. Nutznießer ist das serbische Ministerium für Umwelt, Bergbau und Raumplanung. Neben dem Umweltbundesamt sind von österreichischer Seite das Lebensministerium, das Bundesministerum für Inneres und die Landesregierungen beteiligt.

Perspektiven für Südosteuropa und mehr: 94 Projekte, 23 Länder

Das Umweltbundesamt ist die führende österreichische ExpertInneneinrichtung für alle Umweltthemen und -medien und mit insgesamt 94 Einzelprojekten in 23 Ländern in Ost-, Südosteuropa und in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Die MitarbeiterInnen arbeiten in den Geschäftsfeldern Wirtschaft & Wirkung, Stoffe & Analysen, Lebensraum & Nutzung, Daten & Diagnosen und IT Lösungen & Services. In diesen fünf Programmen entwickeln sie Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in Österreich und Europa. International ist das Umweltbundesamt als Partner und Berater internationaler Organisationen tätig. Durch Länderpartnerschaften - so genannte Twinnings - unterstützt das Umweltbundesamt seit 1999 die mittel- und südosteuropäischen Behörden in wesentlichen Umweltfragen beim Aufbau der Verwaltung und bei der Umsetzung des EU-Rechts; die finanziellen Mittel dafür kommen von der EU.

Weitere Informationen
www.umweltbundesamt.at

Rückfragen & Kontakt:

Sabine Enzinger, Pressestelle Umweltbundesamt
Mobil +43-(0)664-80013-5488

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | UBA0001