"profil" veröffentlicht geheime US-Depeschen zur Affäre Aliyev

Dokumente aus WikiLeaks-Beständen: US-Diplomatie ab 2007 mit Fall des kasachischen Ex-Botschafters in Wien befasst

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, sorgte der Fall des früheren kasachischen Botschafters in Österreich, Rakhat Aliyev ab 2007 für rege diplomatische Korrespondenz zwischen Astana und Washinton. Dies belegen US-Depeschen aus Beständen der Online- Enthüllungsplattform WikiLeaks, die "profil" vorliegen.

In den Geheimdepeschen berichten die US-Botschafter John Ordwway und Richard Hoagland von Gesprächen mit Diplomaten der österreichischen Botschaft in Astana, Kasachstan. Wegen der österreichischen Weigerung, Aliyev auszuliefern, sei es zu einer "Vergiftung der österreichisch-kasachischen Beziehungen" gekommen. Wegen der geplanten Ausweisung eines Diplomaten der kasachischen Botschaft in Österreich, der an einem Entführungsversuch Aliyevs nach Kasachstan beteiligt gewesen sein soll, hätten die Österreicher "Vergeltungsmaßnahmen" befürchtet. Ein österreichischer Diplomat der Botschaft in Astana habe samt seiner Familie das Land verlassen, weil deren Sicherheit nicht mehr gewährleistet gewesen sei. Österreichische Diplomaten hätten in vertraulichen Gesprächen berichtet, dass Bundespräsident Heinz Fischer seinen 2008 geplanten Besuch in Kasachstan nach einer Intervention von Aliyev in letzter Minute abgesagt hatte.

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