WKÖ-Vize RfW-BO Amann: LH Pühringers Pauschalierungsidee würde eine steuerliche Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Betrieben schaffen

"Eine rechtsformneutrale Besteuerung, die Einführung einer einheitlichen Lohnabgabe und eine Senkung der Lohnnebenkosten würden den Betrieben mehr helfen - und zwar allen."

Wien (OTS) - Als "wirtschaftspolitischen Nonsens" bezeichnet WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann den Vorschlag des Vorsitzenden der Landeshauptleute-Konferenz, ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer, für Unternehmen mit bis zu einer Millionen Euro Umsatz eine Steuerpauschalierung einzuführen. "Verwaltungs- und Steuervereinfachungen ja bitte, aber bitte nicht um den Preis einer solchen Wettbewerbsverzerrung", so Amann.

Es gebe deutlich intelligentere Ansätze als jenen, eine steuerliche Zwei-Klassen-Gesellschaft für die Betriebe in Österreich zu schaffen. Denn damit würde - auch innerhalb der kleinen und mittleren Unternehmen - ein steuerlicher Wettbewerb unter unfairen Vorzeichen losgetreten. "Eine rechtsformneutrale Besteuerung, die Einführung einer einheitlichen Lohnabgabe und eine Senkung der Lohnnebenkosten würden den Betrieben mehr helfen - und zwar allen", so Amann.

"Die heimischen Betriebe stehen global und international unter Wettbewerbsdruck. Die "Pühringer-Idee" würde noch zusätzlichen Druck auf regionaler Ebene erzeugen. Das ist abzulehnen. Der "Show-Effekt" einer solchen Forderung mag zwar gegeben sein, gerecht und im Sinne der Wirtschaft ist das nicht", so Amann.

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