Gahr zu Wiener Hauptbahnhof: Kein Grund für Euphorie

ÖVP-Rechnungshofsprecher: Rechnungshof kritisiert hohe Kosten und mangelnde Kontrolle

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Ein wenig zu euphorisch" ist für ÖVP-Rechnungshofsprecher Abg. Hermann Gahr die SPÖ-Sicht der Dinge betreffend Wiener Hauptbahnhof. Natürlich sei im roten Wien die Bewertung der Situation rund um das Monster-Bauprojekt von der rosaroten Brille gefärbt. "Aber der Rechnungshof kritisiert zurecht viele Ungereimtheiten, die mit diesem Bau zusammenhängen. Und dieser Kritik muss Rechnung getragen werden", so Gahr heute, Mittwoch, im Anschluss an die Sitzung des Rechnungshofausschusses.

"Bei allem Verständnis für Wertschöpfung, neue Wohn- und Geschäftsmöglichkeiten etc. sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass dieses Projekt den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern ungeheuer viel Geld kostet", fuhr Gahr fort. Deshalb hat der Rechnungshof (RH) gewohnt sorgfältig geprüft und kritisiert in seinem Bericht:

So stellt der Rechnungshof das Fehlen einer Vorausvalorisierung fest, kritisiert unklare Kostenteilungen zwischen Stadt und ÖBB und mangelnde Kostenkontrolle. Darüber hinaus gingen die Prüfer auch hart mit der ursprünglich projektierten Standseilbahn und der geplanten Führung der U2 vorbei am Hauptbahnhof ins Gericht

Was die Kosten betrifft, hätten sich die Kostenschätzungen der Betreiber in keiner Weise erfüllt, sondern seien weit überschritten worden. Die Erlöse hingegen hätten die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt. "Das kommt die Steuerzahler teuer zu stehen", kritisierte Gahr.

Der Rechnungshof kritisiert in seinem Bericht auch beengte Terminvorgaben und geringe Reserve- und Pufferzeiten und vor allem die geplante Verkehrsanbindung. So bemängelte er die mit 6,5 Minuten lange Gehzeit zwischen Bahnhof und U1-Station und die Gefahr der Überlastung der U1. "Darüber hinaus zweifelt der RH auch an der geplanten U2-Verlängerung in das südliche Areal des Hauptbahnhofes ohne dessen direkte Anbindung. Eine Anbindung des Hauptbahnhofs an die U2 ist für den RH durchaus vorstellbar, zitierte Gahr. "Angesichts dessen kann man wirklich nicht von einer hervorragenden Verkehrsanbindung sprechen."
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