World Economic Forum in Wien: Bundeskanzler Faymann empfängt sechs Staats- und Regierungschefs zu Arbeitsgesprächen

Schwerpunkte: Energiepolitik, wirtschaftliche Beziehungen, Entwicklung der EU

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann empfängt am Mittwoch sechs Staats- und Regierungschefs aus Osteuropa, der Schwarzmeerregion und Zentralasien zu Arbeitsbesuchen im Bundeskanzleramt. Anlass ist das derzeit in Wien stattfindende World Econonmic Forum. Am Vormittag hatte der Bundeskanzler den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, den Ministerpräsidenten Armeniens, Tigran Sargsjan, den Premierminister von Montenegro, Igor Luksic, sowie den Ministerpräsident der Ukraine, Mykola Asarow, zu Gast. Schwerpunkte der Gespräche waren die Energiepolitik, die wirtschaftlichen Beziehungen sowie die Entwicklung der Europäischen Union.

"Österreich ist für seine klare Position gegen Atomkraft bekannt, das wurde in allen meinen Gespräche einmal mehr deutlich", so Bundeskanzler Faymann nach der ersten Runde der außenpolitischen Arbeitsgespräche. Der Kanzler hatte zuvor in seiner Eröffnungsrede beim World Economic Forum in der Hofburg bereits den Schwerpunkt auf Energiepolitik gelegt. Der von Österreich propagierte langfristige Ausstieg aus der Atomenergie war daher auch ein wichtiges Thema in den bilateralen Gesprächen. "Premier Asarow hat mich in die Ukraine eingeladen, um mir die Folgen der Katastrophe von Tschernobyl aus heutiger Sicht zeigen zu können. Seine Worte waren: 'Das muss man mit eigenen Augen gesehen haben'."

Weiters sehr interessiert haben sich alle Gesprächspartner des österreichischen Bundeskanzlers an der weiteren Entwicklung der Europäischen Union angesichts der jüngsten Herausforderungen gezeigt. Den wirtschaftlichen Beziehungen mit Österreich wurde ebenfalls breiter Raum gegeben. "In allen Ländern hat der Aufschwung wieder eingesetzt, man hat mir versichert, dass für österreichische Unternehmen gute Möglichkeiten für Investitionen und Exporte bestehen. Natürlich müssen Risiken und Möglichkeiten stets gegeneinander abgewogen werden. Die Innovationskraft unserer Wirtschaft ist aber sehr anerkannt in diesen Regionen", sagt Werner Faymann. Auch eine wesentliche fiskalpolitische Entscheidung Österreichs, nämlich die Einführung der Bankenabgabe, sei bei den Gesprächspartnern auf reges Interesse gestoßen, so der Kanzler.

Am heutigen Nachmittag spricht Bundeskanzler Faymann weiters mit Nikolos Gilauri, dem Premierminister von Georgien, und mit Rosa Otunbajewa, der Präsidentin der Kirgisischen Republik.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Leo Szemeliker
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Tel.: (01) 531 15 - 2090, 0664/282 25 00

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBU0003