Korun: Abschiebung der transsexuellen Yasar in den Tod stoppen!

Besuch im Schubhaftgefängnis zeigt die Unfassbarkeit des Asylfalles

Wien (OTS) - "Bei meinem gestrigen Besuch der transsexuellen Yasar im Schubhaftgefängnis am Hernalser Gürtel wurde für mich die Gefährlichkeit unseres Asylsystems drastisch sichtbar. Yasar hat Narben am ganzen Körper, hat einen Lungenstich durch transphobe Männer auf offener Straße knapp überlebt und ihre Anzeige über diesen Mordversuch wurde von der Polizei in der Türkei nicht einmal entgegen genommen. Wenn so jemand kein Asyl bekommt, dann ist was Grundlegendes falsch am österreichischen Asylsystem," so Korun.

Dass der auf Rückkehrberatung aufgebaute Verein VMÖ die Asylbeschwerdefrist im Fall Yasars versäumt hat, ist unfassbar und muss Konsequenzen haben. "Die Schlamperei des VMÖ darf nicht Yasar zum Verhängnis werden. Wird sie abgeschoben, bedeutet das ihren Tod", warnt Korun, die auf die katastrophale Menschenrechtssituation für Transgender-Personen in der Türkei hinweist.

Die Innenministerin ist aufgefordert, Yasars Antrag vom 1. Juni auf Feststellung der Nicht-Abschiebbarkeit, da ihr in der Türkei unmenschliche Behandlung und Mord drohen, zu beantworten und die Schubhaft unverzüglich zu beenden. "Bei einer anschließenden korrekten Behandlung ihres Asylfalles würde festgestellt werden, dass sie mehr als genug Asylgründe hat und Schutz vor Verfolgung und Mord braucht", so Korun.

Die Grünen unterstützen die heutige Kundgebung vor dem Schubhaftgefängnis Hernalser Gürtel um 17 Uhr und fordern die Freilassung und Asyl für Yasar.

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