Österreichs Radiologinnen und Radiologen begrüßen neues Mammographie Screening-Programm

Fachärzte forderten lebensrettende und qualitätssichernde Standards - diese wurden nun in das neue Programm aufgenommen.

Wien (OTS) - Früherkennung von Brustkrebs erhöht die Erfolgsrate bei seiner Behandlung, darüber sind sich alle Experten einig. Die genauen Rahmenbedingungen für ein österreichweites Brustkrebs Screening-Programm waren jedoch in den letzten Monaten Anlass für zahlreiche Verhandlungen zwischen Sozialversicherungsträgern und der österreichischen Ärztekammer.

Die Österreichische Röntgengesellschaft (ÖRG), wissenschaftliches Organ und Vertreterin von rund 800 Radiologen und Radiologinnen in Österreich, hat sich, gemeinsam mit der Bundesfachgruppe Radiologie der ÖÄK (BURA) seit jeher für die bestmögliche Versorgung und Betreuung der Frauen stark gemacht, und die wissenschaftlichen Grundlagen für die Forderungen der Ärzte bekräftigt.

"Das Programm greift auf die ausgezeichnete Expertise der österreichischen Radiologen zurück. Wie das Tiroler Pilotprojekt zeigen konnte, sind die Ergebnisse im Screening in Österreich erheblich besser als in den meisten europäischen Ländern. Daher war es auch möglich, die Sonographie im Screening auch in Hinkunft als integrierenden Bestandteil zu verankern", unterstreicht Univ. Doz. Dr. Franz Frühwald aus St. Pölten, Vorsitzender der BURA.

Daher freut es auch die ÖRG besonders, dass man sich jetzt zwischen Ärztekammer und Hauptverband der Sozialversicherungsträger in inhaltlicher Hinsicht auf ein Programm einigen konnte, welches wichtige Punkte der Qualitätssicherung, wie von den RadiologInnen gefordert, beinhaltet. Bereits seit Jahren arbeiten die österreichischen Fachärzte für Radiologie nach höheren Standards als es die EU vorsehen würde - diese Qualität wollte man nicht aufgeben.

"Einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Brustkrebsmortalität in den letzten 15 Jahren in Österreich haben die RadiologInnen bereits geleistet. Das nun geplante Früherkennungsprogramm hat Potential, die Mortalität weiter zu reduzieren. Die praktische Umsetzung stellt für die österreichischen RadiologInnen eine große intellektuelle und logistische, aber auch faszinierende Herausforderung dar", so Univ. Doz. Dr. Oswald Graf aus Steyr, Leiter der Arbeitsgruppe für Mammadiagnostik der ÖRG.

Eine kombinierte Untersuchung mit Mammographie und Ultraschall, die wohnortnahe Versorgung aller Österreicherinnen, eine zentrale Erfassung aller gewonnenen Daten und die besten digitalen Untersuchungstechniken waren zentrale Forderungen zur Qualitätssicherung im Sinne aller betroffenen Patientinnen. Diese Punkte sind nun fixer Bestandteil des sich gerade in Planung befindenden Nationalen Brustkrebs-Früherkennungs-Programm.

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