WKÖ gegen Leistungsbeschränkung für Autos von Führerscheinneulingen

Gefahrene Geschwindigkeit ist das Problem - Gefahrenbewusstsein schärfen

Wien (OTS/PWK418) - Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
spricht sich gegen PS-Leistungsbeschränkungen für Autos von Fahranfängern aus. "Die häufigste Unfallursache ist eine nicht angepasste Geschwindigkeit und die erreicht man unabhängig von der Leistung des Fahrzeuges. Auch mit PS-schwachen Fahrzeugen können Unfälle mit Geschwindigkeitsübertretungen verursacht werden. Hier gilt es, das Gefahrenbewusstsein zu schärfen", betont Rosemarie Schön, Leiterin der Rechtspolitischen Abteilung der WKÖ.

"Mit dem Stufenführerschein haben wir eine gute Führerschein-Ausbildung in Österreich", unterstreicht Schön, "die vorgeschlagene PS-Begrenzung sehe ich als eine Gefahr, gerade für das Ausbildungsmodell des L17-Führerscheins. Hierbei wird für den Fahrunterricht das Familienauto verwendet. Der Gesetzgeber kann Familien nicht vorschreiben, für eine L17-Ausbildung ein leistungsschwaches Fahrzeug anzuschaffen. PS-Beschränkungen würden diese hervorragende Ausbildungsversion in Zukunft verhindern." Darüber hinaus gibt Schön zu bedenken: "Eine fundierte Ausbildung, auch auf PS-starken Fahrzeugen, hilft den Führerscheinneulingen, solche Fahrzeuge kennen zu lernen. Gemeinsam mit dem Schüler können die Fachschulen so ein entsprechendes gefahrenbewusstes Fahrverhalten erarbeiten."

Spritsparen und die wesentlichen Weiterentwicklungen in der Abgasbehandlung fordern immer stärkere Motoren. Dazu kommt, dass das geltende Führerscheinrecht und die demnächst in Österreich umzusetzende dritte Führerschein-Richtlinie der Europäischen Union keine Begrenzung kennt, wie es im Bereich der Motorräder eingeführt ist.

Schön abschließend: "Die Beweggründe für diesem Vorschlag sind verständlich. So ist es uns allen ein großes Anliegen, Verkehrsunfälle vor allem mit Beteiligung junger Verkehrsteilnehmer zu verhindern, letztlich liegt es aber in der Verantwortung jedes einzelnen Fahrzeuglenkers, die den Verkehrs- und Straßenverhältnissen angepasste Geschwindigkeit zu wählen. Aus dieser Verantwortung dürfen wir die Fahrzeuglenker, egal welchen Alters, nicht entlassen." (AC)

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