Wlodkowski zu EHEC: Entschädigung für heimische Gemüsebauern notwendig

Vertrauen der Konsumenten wiedergewinnen und Absatz ankurbeln

Wien (OTS) - "Die EHEC-Krise und die damit verbundenen voreiligen Schuldzuweisungen haben nicht nur das Konsumentenvertrauen tief erschüttert, sondern auch die heimischen Gemüsebauern wirtschaftlich arg getroffen und ihnen bisher Einbußen im Ausmaß von rund EUR 1 Mio. beschert. Wir begrüßen daher, wenn die EU nun rasch und unbürokratisch EUR 150 Mio. für die betroffenen Betriebe zur Verfügung stellt. Zudem brauchen wir in Österreich ein ganzes Maßnahmenbündel aller Beteiligten in der Wertschöpfungskette, um das Vertrauen der Konsumenten wiederzugewinnen und den heimischen Gemüseabsatz kräftig zu beleben", erklärte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich.

Oberstes Ziel müsse es aber sein, dass man in Deutschland endlich die genaue Ursache für die Ausbreitung des EHEC-Keimes findet und entsprechend kommuniziert. "Es ist bestürzend, wenn man immer neue Quellen angibt, weil dies fatale wirtschaftliche Auswirkungen auf die Produzenten hat und gleichzeitig das Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit erschüttert", unterstrich Wlodkowski.

Österreichs Konsumenten könnten sich auf heimische, frische und saisonale Produkte voll und ganz verlassen. Denn für heimisches Gemüse bestehe keine Gefahr und der Kauf von heimischem Saisongemüse sei derzeit die allerbeste Empfehlung, ist der LK Österreich-Präsident überzeugt.

Sicherheit beim Einkauf

Gute Hilfen beim Einkauf sind das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biozeichen. So muss für beide AMA-Zeichen bei Frischeprodukten wie Obst, Gemüse und Speiseerdäpfel die gesamte Produktions-Kette (Anbau, Ernte, Bearbeitung, Lagerung etc.) zu 100% in Österreich erfolgen. Dabei sind alle Stufen, beginnend von der Landwirtschaft beziehungsweise vom Gartenbau über die Packstellen und Vermarkter bis hin zu den Verteilungs-Zentren der Handelsketten, vertraglich eingebunden. Sie alle müssen dabei detaillierte Vorgaben zur Kennzeichnung und Dokumentation, vor allem aber auch bezüglich der Hygiene, beim Anbau und der weiteren Produktbehandlung einhalten. Dies wird durch zusätzliche regelmäßige Eigenkontrollen und mit einer jährlichen externen Kontrolle überprüft.

Hohe und kontrollierte Hygienestandards

"Österreichs Gemüsebauern verwenden beispielsweise zum Waschen der Ware ausschließlich Trinkwasser. Bewässerungswasser muss den bakteriologischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Schließlich müssen die Mitarbeiter und Erntehelfer am Betrieb umfangreiche Hygieneanweisungen und -schulungen erfüllen. Unsere Konsumenten können sich auf heimische, frische und saisonale Produkte voll und ganz verlassen. Es gibt keinen Grund für eine Verunsicherung, denn in unserem Land haben wir höchste Hygienestandards in der gesamten Wertschöpfungskette. Es empfiehlt sich daher jetzt angesichts der EHEC-Krise einmal mehr, ausschließlich österreichisches, saisonales Obst und Gemüse zu konsumieren. Regional und saisonal schmeckt am besten und ist sicher und gesund", stellte Wlodkowski fest.
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