Marshallplan: Erfolgsgeschichte für Österreich

Wien (OTS) - Vor 50 Jahren wurde mit dem "Counterpart-Abkommen"
der Grundstein des von der austria wirtschaftsservice verwalteten erp-Fonds gelegt. Die bisherige Bilanz: Rund 15.000 günstige erp-Kredite an österreichische Unternehmen haben Investitionen in der Größenordnung von 37 Milliarden Euro ausgelöst.

Der Marshallplan zur Stärkung der österreichischen Wirtschaft spielt für die österreichische Wirtschaftspolitik und die österreichischen Unternehmen nach wie vor eine bedeutende Rolle. Das wurde am Dienstag am Abend bei einem Festakt im Parlament deutlich. Der Anlass: Vor 50 Jahren wurde Österreich die Verfügung über die Mittel aus der Marshallplan-Hilfe durch die Vereinigten Staaten von Amerika übertragen. Mit diesem "Counterpart-Abkommen" , das am 29. März 1961 unterzeichnet wurde, wurde der Grundstein für den erp-Fonds gelegt, der heute von der austria wirtschaftsservice (aws) verwaltet wird und österreichische Unternehmen bei Investitionen unterstützt.

Vom Aufbau zum Umbau

aws-Geschäftsführer Johann Moser: "Der Marshallplan war zunächst ein zentraler Baustein für den wirtschaftlichen Wiederaufbau der Republik Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir haben mit den zur Verfügung gestellten Mitteln gut gewirtschaftet. Daher sind wir heute in der glücklichen Lage, mit erp-Krediten Kapital für den Umbau der heimischen Wirtschaft zur Verfügung zu stellen."
Seit Gründung des erp-Fonds wurden knapp 15.000 erp-Kredite vergeben. Das gesamte Kreditvolumen betrug 12,6 Milliarden Euro. Damit wurden Investitionen in einer Gesamthöhe von 37 Milliarden Euro ausgelöst.

"Die günstigen erp-Kredite leisten einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung und zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit", sagt aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister: "Speziell in Regionalfördergebieten werden mit den erp-Geldern Arbeitsplätze geschaffen und gesichert."

erp-Kredite 2011: 1.000 neue Arbeitsplätze

Von Jänner bis Mai 2011 hat die aws 411 erp-Kredite vergeben. Davon waren 315 erp-Kleinkredite mit einer Kredithöhe von bis zu 100.000 Euro. Mit dem gesamten Kreditvolumen von 152 Millionen Euro wurden seit Jahresbeginn Investitionen in der Höhe von 269 Millionen Euro ermöglicht. Die erp-Kredite schufen damit rund 1.000 neue und sicherten gut 8.400 bestehende Arbeitsplätze. Die fixen Zinssätze des erp-Kredits liegen derzeit bei 1,5 Prozent in der Tilgungszeit und 0,5 Prozent in der tilgungsfreien Zeit.

Vielfältige Aufgaben für erp-Fonds

Der erp-Fonds wurde 2002 in die aws eingegliedert. Das aktuelle Fondsvermögen beläuft sich auf 2,8 Milliarden Euro. Das Jahresbudget 2011 für erp-Kredite beträgt 525 Millionen Euro.

Der erp-Fonds finanziert - gemeinsam mit der Österreichischen Nationalbank - auch die Nationalstiftung für Forschung, Technologie & Entwicklung. Seit 2004 hat die Stiftung 750 Millionen Euro in die österreichische Forschungslandschaft gepumpt - davon mehr als 30 Prozent aus den Zinserträgen des erp-Fonds.

Durch eine finanzielle Zuwendung des erp-Fonds in Höhe von 30 Millionen Schilling (2,18 Mio. Euro) wurde die Marshallplan-Stiftung ins Leben gerufen, die den Wissenstransfer zwischen den USA und Österreich unterstützt - etwa durch ein Stipendienprogramm.
Der erp-Fonds finanziert zudem mit jährlich acht Millionen Euro Projekte der Entwicklungszusammenarbeit wie beispielsweise die Entwicklung von Solarthermie in Südafrika, Wasser- und Sanitärprojekte in Kenia und Uganda oder die Instandsetzung eines Kraftwerks in Albanien.

Über austria wirtschaftsservice GmbH (aws):

Die austria wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Förderungsbank des Bundes. Als Spezialbank im öffentlichen Eigentum ist sie auf Unternehmensfinanzierung mit Schwerpunkt Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausgerichtet. Die aws sorgt für Wachstums-und Entwicklungschancen dort, wo der freie Markt diese nicht in vollem Umfang garantieren kann: durch Vergabe von Zuschüssen, zinsgünstige Kredite, durch die Übernahme von Haftungen, durch Eigenkapital sowie durch Begleitung und Beratung. Ein Teil der Mittel der aws kommt aus dem ERP-Fonds, einer Kapitalzuwendung des Marshall-Planes der Vereinigten Staaten von Amerika.

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