Bundeskanzler Faymann eröffnet das World Economic Forum in Wien

Schwerpunkt: nachhaltige Energiepolitik, Innovationen - bilaterale Gespräche mit Staats- und Regierungschefs aus sechs Ländern

Wien (OTS) - "Zentralasien und Europa haben viele gemeinsame Interessen und Herausforderungen. Eine verstärkte und effektivere Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen ist deswegen äußerst wichtig. Es ist für Österreich sehr erfreulich, Gastgeber dieser wichtigen Veranstaltung zu sein", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Mittwoch, in seiner Eröffnungsrede beim World Economic Forum (WEF) in der Wiener Hofburg. Rund 500 international führende Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft tagen am 8. und 9. Juni 2011 in Wien.

"Zentralasien und Europa sind von der Krise hart getroffen worden. Nun setzt das Wachstum wieder ein. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass dieses Wachstum nachhaltig bleibt", so der Bundeskanzler weiter. Innovation spiele dabei zusammen mit Bildung, Forschung, Entwicklung und der Verbesserung sozialer Standards eine Schlüsselrolle.

"Nachhaltiges Wachstum benötigt auch eine nachhaltige und verantwortungsvolle Energiepolitik", die auf Energieeffizienz und eine sichere und verlässliche Energieversorgung basiere. "Die schreckliche Katastrophe in Japan hat uns abermals gezeigt, dass es notwendig ist, die nukleare Energieproduktion zu überdenken -letztlich mit dem Ziel, aus der Kernenergie auszusteigen", betonte Faymann.

Österreich sei in der Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen wie der Wasserkraft eine der führenden Länder der EU. "Aktuell arbeiten wir an einer Strategie, mithilfe derer auch alle Atomstromimporte nach Österreich bis 2015 beendet werden sollen. Der Anteil an erneuerbarer Energie in unserem Gesamtenergieverbrauch liegt bei 30 Prozent, bis 2020 planen wir, diesen Anteil auf 34 Prozent zu erhöhen", so der Bundeskanzler.

Dennoch werde die Abhängigkeit von bestimmten fossilen Energieträgern wie Erdgas nicht über Nacht beendet sein. "Im Kontext mit der Energiesicherheit ist die Nabucco-Pipeline von höchster strategischer Bedeutung für Europa. Sie wird auch dazu beitragen, die Beziehungen zwischen Europa und den zentralasiatischen und kaspischen Regionen zu stärken", schloss der Bundeskanzler.

Bei der Eröffnung sprachen auch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer sowie WEF-Gründer Klaus Schwab. Unter dem Motto "Expanding the Frontiers of Innovation" - die Grenzen der Innovation erweitern -werden Wege zur Verbesserung der globalen Situation diskutiert. Der Bundeskanzler wird anlässlich des Forums im Laufe des Tages eine Reihe von Arbeitsgesprächen mit den Staats- und Regierungschefs aus Ungarn, Armenien, Montenegro, der Ukraine, Georgien und Kirgisien führen.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind in Kürze über das Fotoservice des Bundespressedienstes unter www.fotoservice.bundeskanzleramt.at kostenfrei abrufbar.

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Pressesprecher des Bundeskanzlers
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