Hauptverband und Österreichische Ärztekammer: Gemeinsam Brustkrebs früh erkennen - denn es geht um die Gesundheit der Frauen! 2

Höchste technische Qualitätsansprüche, personelle Qualifikation sowie Doppelbefundung der Mammographien

Wien (OTS) - Neben der technischen Ausrüstung zählen das standardisierte Verfahren bei der Diagnostik und die screeningspezifischen Ausbildungsstandards zu den Qualitätskriterien. Da im Rahmen eines Screenings vor allem der Sicherstellung der Befundungsqualität besondere Bedeutung zukommt, werden Radiologinnen und Radiologen mindestens 2.000 befundete Mammographien jährlich vorweisen müssen. Darüber hinaus werden alle Mammographien von einem weiteren Radiologen oder einer weiteren Radiologin zweitbefundet.

Von den verbesserten Qualitätskriterien werden auch alle anderen Frauen profitieren, die eine Brustuntersuchung im Krankheitsfall durchführen lassen.

Sofortige additive Sonographie in medizinisch notwendigen Situationen

Zusätzlich zur Mammographie wird bei dichtem Brustgewebe oder radiologisch unklaren Situatio-nen eine Sonographie unmittelbar an die Mammographie angeschlossen, um Frauen eine noch-malige Anreise zur weiteren Abklärung zu ersparen.

Bis zum Programmstart kann und soll die Brustkrebs-Früherkennung im Rahmen der Vorsorge-untersuchung wie bisher in Anspruch genommen werden. Für eine Überleitung der bestehenden Pilotprojekte in einigen Bundesländern in das österreichische Früherkennungsprogramm wird in Gesprächen mit den betroffenen Ländern gesorgt.

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und die Österreichische Ärzte-kammer sind zuversichtlich, damit eines der qualitätsvollsten und besten Screeningprogramme in Europa umzusetzen. VGKK-Obmann Brunner, Verhandlungsleiter für die österreichische Sozial-versicherung: "Die Qualität der Früherkennung von Brustkrebs für die Frauen ist uns besonders wichtig. Die Voraussetzung, um Qualität überprüfbar und vergleichbar zu machen, ist eine gute Dokumentation". Der Bundesfachgruppenobmann der Radiologen, Univ.Doz. Dr. Frühwald er-gänzt: "Vor allem wird Österreich das erste Land sein, das im Screening-Programm eine Sono-graphie bei gewissen Indikationen unmittelbar an die Mammographie anschließt. Damit sind wir innovativ, müssen aber umso mehr auf die Belegbarkeit der Ergebnisqualität achten. Zusätzlich ersparen wir Frauen, wenn eine weitere Abklärung durch Sonographie notwendig wäre, unnötige Anreisewege und Wartezeiten in Ungewissheit bei auffälligen Befunden."

Die Einigung zwischen den österreichischen Sozialversicherungsträgern, dem Hauptverband und den österreichischen Ärztinnen und Ärzten ist ein Meilenstein in der Brustkrebs-Früherkennung. Es ist in den Verhandlungen gelungen, den heutigen Standard noch weiter auszubauen und zu verbessern und sowohl die österreichische Sozialversicherung, als auch die Österreichische Ärz-tekammer sind zuversichtlich, damit eines der qualitätsvollsten und besten Screeningprogramme in Europa umzusetzen.

Die Sozialversicherung und die Österreichische Ärztekammer hoffen nun auf rasche Klärung der Abdeckung des zusätzlichen Finanzbedarfes zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherung. Zusätzliche Aufwände werden nämlich für Einladungsmanagement, Dokumentation, Qualitäts-management und Evaluierung, Öffentlichkeitsarbeit und steigende Teilnahmeraten erwachsen. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
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Tel: 01/601 22 2325
E-Mail: karin.eger@wgkk.at

Die österreichische Ärztekammer
Büro Bundesfachgruppe Radiologie
Mag. Birgit Janisch, MAS
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