Industrie-Welser: Nachfolgeregelung für Montageprivileg ist wichti-ges Signal für Exportindustrie

Die im Ministerrat beschlossene Montagebegünstigung fördert die Mobilität von Arbeitnehmern und im internationalen Wettbewerb tätigen Unternehmen

Wien (OTS/PWK391) - Nach einer Aufhebung der bisherigen Steuerbefreiung für Montagetätigkeiten im Ausland durch den Verfassungsgerichtshof hat der Ministerrat heute eine Nachfolgeregelung beschlossen, die EU-rechtskonform ist und für bestimmte Tätigkeiten im Ausland auch in Zukunft eine teilweise Steuerbefreiung der Einkommen vorsieht. "Eine derartige Nachfolgeregelung unterstützt die Beschäftigung in Österreich und fördert auch die Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen, die außerhalb Österreichs etwa im Anlagenbau oder im Export von Maschinen oder Anlagen tätig sind", begrüßt Wolfgang Welser, Obmann der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die nach intensiven und schwierigen Gesprächen zustande gekommene Kompromissregelung.

Ab Anfang 2012 sollen 60 Prozent der Einkünfte für Tätigkeiten im Ausland, max. 4.200 Euro pro Monat, steuerfrei sein, wenn es sich um eine vorübergehende Entsendung von mind. einmonatiger Dauer an einen mind. 400 km von der österreichischen Staatsgrenze entfernten Einsatzort handelt. Anders als nach der bisherigen Regelung kommt es nicht mehr auf Tätigkeiten in bestimmten Branchen an, sondern auf erschwerende Arbeitsum-stände, wie sie auch in Österreich eine Steuerbegünstigung bewirken.

"Die WKÖ und die Industrie haben sich sehr für eine positive Nachfolgeregelung eingesetzt. Die Bereitschaft der Bundesregierung, auch in Zukunft Mobilitätsanreize für Beschäftigte und Unternehmen auf internationaler Ebene zu fördern, ist sehr zu begrüßen und unterstützt Beschäftigung und Unternehmensstandorte in Österreich", lobt Welser die auch von der Arbeitnehmerseite geforderte Neuregelung. "Wichtig ist jetzt noch ein ehestbaldiger Beschluss im Parlament und eine einfach administrierbare Durchführungsregelung im Erlass, da es für die Exportindustrie sehr auf möglichst frühzeitige und verlässlich planbare Rahmenbedingungen im Wettbewerb um die Aufträge ankommt", unterstreicht Welser die Bemühungen um eine rasche endgültige Umsetzung. (AC)

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