Sima: Wiener Programm für Rohrnetzerneuerung voll in Fahrt!

Hightech für frisches Hochquellwasser und sichere Versorgung

Wien (OTS) - Erste Zwischenbilanz eines Erfolgsmodells: Die Rohrnetzerneuerungs-Offensive geht mit Riesenschritten voran. "So können wir gewährleisten, dass die Wienerinnen und Wiener weiterhin mit glasklarem Hochquellwasser direkt aus dem Wasserhahn versorgt werden", sagt Umweltstadträtin Ulli Sima. Insgesamt investiert die Stadt Wien pro Jahr rund 30 Millionen Euro in Neubau, Erneuerung und Instandhaltung des Wasserrohrnetzes. Das Sechs-Säulen-Programm ist ein System der Zukunft und sichert die Wasserversorgung für die nächsten Generationen. Auf der Tagesordnung des Gemeinderatsausschusses für Umwelt steht im Juni ein umfassendes Paket zur Rohrnetzsanierung. Aktuell sollen 4,4 Millionen Euro in diese sieben Projekte fließen:

o Innere Stadt: Dr.-Karl-Lueger-Ring von Nr. 10 bis Schottengasse
o Meidling: Schwenkgasse von Tivoligasse bis Hasenhutgasse
o Hietzing: Veitingergasse von Nr. 15 bis 117
o Penzing: Marcusgasse von Linzer Straße bis Felbigergasse
o Penzing: Marsweg vom Sonnenweg bis Anzbachgasse
o Währing: Gentzgasse von Währingergürtel bis Gymnasiumstraße
o Döbling: Waldbachsteig ab St.-Georgs-Platz

Sechs Säulen für die Zukunft

Basierend auf modernen Managementmethoden, computergestützten Überwachungssystemen und innovativen Bauverfahren sorgt das neue Programm dafür, dass Wiens einzigartige Wasserversorgung auch in den kommenden Jahrzehnten in unverändert hoher Qualität gesichert ist. Wien wird über zwei Hochquellenleitungen täglich mit frischem Wasser versorgt. Durch seine Herkunft und die sorgfältige Kontrolle ist die Wasserqualität in Wien im nationalen und internationalen Vergleich hervorragend. Die Wiener Wasserwerke erweitern ständig ihr technisches Know-How und zählen heute auch international zu den renommiertesten Wasserversorgungsunternehmen. Das Sechs-Säulen-Programm hilft, den Zustand der Rohre noch exakter zu überwachen und mögliche Risikofaktoren abzuschätzen.

Säule 1 - Netzinformationssystem (NIS)

Das Netzinformationssystem (NIS) ist die Basis für die Wiener Wasserrohrnetz-Offensive. Es verwaltet exakte Pläne mit Lage, Durchmesser, Material, Druckzone, Baujahr und den technischen Zustand aller verlegten Rohre. Der Zustand und die Nutzungsdauer eines Rohres hängen allerdings nicht nur vom Material selbst ab, sondern von unterschiedlichsten Einflüssen wie etwa Verkehrsbelastungen, deren Auswirkungen jedes Mal individuell untersucht und festgestellt werden müssen.

Säule 2 - Früherkennung durch laufende Überwachung

Gezielte "Lauschangriffe" auf die Rohre zur akustischen Überprüfung auf so genannte Austrittsgeräusche gewährleisten, dass Rohrschäden frühzeitig erkannt und behoben werden können. Im Zuge der Wiener Wasserrohrnetz-Offensive werden Geräusch- und Mengenüberwachungssysteme im Stadtgebiet verstärkt eingesetzt.

Säule 3 - Pipe Rehabilitation Management (PiRem)

Das Pipe Rehabilitation Management (PiRem) ist ein EDV-Tool am neuesten Stand der Technik. Es macht anhand eines mathematischen Modells die Einflüsse, die die Alterung beziehungsweise typische Schäden der Rohre beeinflussen, sichtbar. Damit können drohende Rohrdefekte rechtzeitig erkannt werden. Das PiRem ist entscheidend für eine gezielte Planung der Investitionen in das Wiener Wasserrohrnetz.

Säule 4 - Forcierung grabenloser Bautechniken (NoDig-Verfahren)

Der Einsatz der jungen, aber bewährten Technologie des NoDig-Verfahrens stellt einen wichtigen Punkt in der Wiener Wasserrohrnetz-Offensive dar. Diese Bautechnik vermindert den Grabungs- und Zeitaufwand und damit den Einsatz von natürlichen Ressourcen und den Baustellenverkehr.

Säule 5 - Synergieeffekte durch akkordierte Baumaßnahmen

Diese Säule beruht auf ständiger Kommunikation und laufendem Informationsaustausch mit unterschiedlichen Bauträgern, wie zum Beispiel Wien Energie und Wien Kanal. Das spart Geld, verkürzt die Baustellendauer und verringert die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Verkehrsfluss.

Säule 6 Prioritätenreihung nach Hauptverkehrsstraßen

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Erschütterungen durch den Verkehr ein häufiger Auslöser von frühzeitigen Rohrschäden sind. "Diese sechs Säulen der Wiener Wasserrohrnetz-Offensive gewährleisten, dass die Wiener Wasserwerke auch in Zukunft für eine hundertprozentige Wasserversorgung von Wien stehen. Jede einzelne Maßnahme sorgt dafür, dass das quellfrische Trinkwasser sicher zu den Wienerinnen und Wienern nach Hause geliefert wird. Das Gesamtprogramm garantiert, dass das auf Ressourcen sparende und effiziente Weise geschieht", erklärt Wolfgang Zerobin, Betriebsvorstand der Wiener Wasserwerke.

Wiener Wasser kommt auch in Zukunft gut an

Ganz Wien wird flächendeckend mit glasklarem Hochquellwasser versorgt. Damit das auch so bleibt, pflegen und überprüfen rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Wasserwerke 365 Tage im Jahr das mehr als 3.000 Kilometer lange Wiener Rohrnetz. Die erfolgreiche Arbeit der Wiener Wasserwerke zielt darauf ab, größere oder häufigere Schäden erst gar nicht entstehen zu lassen.

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Marlene Auer
Mediensprecherin Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima
Tel.: +43 1 4000 81359,
Mobil: +43 664 46 11 638
E-Mail: marlene.auer@wien.gv.at
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