Wirtschaft begrüßt Ausbau der Kinderbetreuung: "Das bringt Selbständige mit Kindern weiter"

Hochhauser: Bessere Rahmenbedingen ermöglichen Steigerung der Geburtenzahlen - Öffnungszeiten müssen sich stärker an den Bedürfnissen der Familien orientieren

Wien (OTS/PWK381) - Die Wirtschaft begrüßt die aktuell beschlossene Förderung für den Bau von Kinderbetreuungseinrichtungen sowie den Ausbau der Ganztagesschulen. Bereits in diesem Jahr stellt die Bundesregierung zehn Millionen Euro für Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung, in den kommenden drei Jahren jeweils 15 Millionen Euro. In den Ganztagesschulen werden bis 2015 die Plätze von 105.000 auf 210.000 ausgebaut. "Das ist ein toller Schritt, der Selbstständige mit Kindern in diesem Land weiter bringt. Nur wer seine Kinder gut betreut weiß, kann im Erwerbsleben durchstarten. Die Vereinbarung von Familie und Beruf ist entscheidend für die Attraktivität unseres Standortes", betont Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Dank gebührt vor allem Familien- und Wirtschaftsminister Mitterlehner. Kaum eine andere Maßnahme bringt die Bedürfnisse von Familien und Wirtschaft besser unter einen Hut, wie der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen. Gerade in Zeiten der leeren Kassen ist dies keine Selbstverständlichkeit und daher besonders hervorzuheben."

Hochhauser erwartet sich von dieser Entscheidung auch eine langfristige Wirkung: "Österreich hat zu wenig Kinder. Die demografische Entwicklung spüren bereits unsere Betriebe bei der Lehrlingssuche. Der Fachkräftemangel wird sich weiter verschärfen. Nur wenn wir jungen Familien geeignete Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen, werden sie sich entscheiden, Kinder zu bekommen. Die gut betreuten Kinder von heute sind die Leistungsträger von morgen."

Doch die Wirtschaftskammer bekräftigt auch ihre Forderungen: "Die Betreuungseinrichtungen müssen sich mit ihren Öffnungszeiten stärken an den Bedürfnissen der Familien orientieren. Die klassischen 9-to-5-Jobs gibt es längst nicht mehr, vor allem im selbständigen Bereich. Und auch in den Ferienzeiten ist es für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer oft schwierig, eine Kinderbetreuung zu organisieren. Wir brauchen eine ganzjähriges, ganztägiges, flächendeckendes Angebot zur Kinderbetreuung - also auch im ländlichen Raum", so Hochhauser abschließend. (AC)

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