Grüne Rudolfsheim-Fünfhaus zu Prostitutionsgesetz: Erster Schritt ist getan, aber der Weg ist noch lang

Wien (OTS) - Der am Montag präsentierte Entwurf für ein neues Wiener Prostitutionsgesetz ist ein erster, wichtiger Schritt zu einer klaren und exekutierbaren Regelung der Prostitution in Wien. "Prostitution ist eine soziale Realität, die Kernfrage ist, wo und unter welchen Bedingungen sie stattfindet", sagt Christian Tesar, Klubobmann der Grünen im 15. Bezirk. Das neue Gesetz bringt durch die Trennung von Straßenstrich und Wohngebiet eine Verbesserung der Situation der AnrainerInnen in der Felberstraße und der äußeren Mariahilferstraße, aber auch der Arbeitsbedingungen für die Prostituierten. "Die Schaffung von Erlaubniszonen wird gewährleisten, dass Straßen- prostitution in einem sicheren und sozial verträglichen Rahmen stattfinden kann", so Tesar weiter.

Hohe Erwartungen setzt Tesar in die Steuerungsgruppe, bestehend aus VertreterInnen von Politik, NGOs, Polizei und des Magistrats. Diese Gruppe wird die Einführung und die Umsetzung des neuen Gesetzes begleiten. "Die Qualität eines Gesetzes stellt sich immer erst in seiner praktischen Anwendung heraus. Ich erwarte, dass die Steuerungsgruppe die Entwicklungen kritisch beobachtet und eventuelle Schwächen des Gesetzes schnell korrigiert."

"Ein Schritt wurde gesetzt, weitere müssen folgen. Jetzt ist vor allem auch der Bund gefordert: die Abschaffung der Sittenwidrigkeit ist überfällig. Die Diskussion über die Rahmenbedingungen für die Ausübung von Prostitution, aber auch der Begleitumstände muss auf einer sachlichen Ebene geführt werden. Nur so wird es gelingen, die Probleme nachhaltig zu lösen", so Tesar abschließend.

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