Sarah Wiener im NEWS-Interview: "Ich würde nicht für Strache kochen"

TV-Star-Köchin kritisiert "typischen Wiener Rassismus"

Wien (OTS) - TV-Starköchin Sarah Wiener äußert sich im Interview mit NEWS kritisch gegenüber dem ihrer Ansicht nach in Wien herrschenden Alltagsrassismus. Auf die Frage, was sie an Österreich unangenehm finde, antwortet die gebürtige Wienerin, die in Deutschland Karriere machte: "Ein Beispiel: Ich war unlängst in Wien auf einem Markt. Da wurde eine Schwarze nicht bedient. Sie wurde absichtlich ignoriert, um ihr weh zu tun. Das war der typische Wiener Rassismus, der mich wieder erschreckt hat. Und ich verstehe auch nicht, warum in Österreich aus einem toten Jörg Haider ein toter Heiliger werden konnte. Das ist mir, als jemand, der seit 30 Jahren in Deutschland lebt, ein Rätsel."
Auf die Frage, ob sie für FPÖ-Chef H.C. Strache ein Catering machen würde, antwortet die 48jährige klar: "Das ist eine Frage von Haltung, also sage ich aus dem Bauch heraus: Nein, das würde ich nicht machen." Und sie erklärt: "Ich will nicht etwas unterstützen, das ich beschissen finde. Ich koche auch nicht mit stark verarbeiteten Fertigprodukten, weil ich diese nicht gut finde."
Sarah Wiener, die ab 5. Juni für den ORF ihre 10-teilige Serie von kulinarischen Abenteuern präsentiert, erklärt zudem, warum es im TV so wenige Frauen als Köchinnen an die Spitze schaffen: "Wenn es darum geht, Geld zu verdienen, schreien die Männer sofort "Hier" und bilden Seilschaften. Daheim, wo es nichts zu verdienen gibt, da dürfen Frauen dann kochen und abwaschen."

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