Leitl attestiert Regierung guten Willen, jetzt Ärmel hochzukrempeln

WKÖ-Präsident ortet gute Ansätze bei Bildung und Internationalisierung der Wirtschaft

Wien (OTS/PWK380) - "Wenn sich die Regierung jetzt ein Arbeitsprogramm in sieben Feldern mit über 90 konkreten Maßnahmen vorgenommen hat, dann zeigt das den guten Willen der beiden Regierungsparteien, die Ärmel aufzukrempeln und Dinge anzupacken. Ich begrüße das neue Klima der Kooperation statt der Konfrontation, weil in jeder erfolgreichen Arbeitsgemeinschaft ein konstruktiver Geist herrschen muss." WKÖ-Präsident Christoph Leitl sieht insbesondere bei Bildung und Wissenschaft sowie bei der forcierten Internationalisierung der Wirtschaft gute Ansätze für Verbesserungen:
"Der Ausbau von Kindergärten ist im Sinn einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ebenso zu begrüßen wie etwa eine verbesserte Ganztagsbetreuung in den Schulen und Eignungstests für Lehrer. Die Export- und Technologieoffensiven (z. B. Technologie-Scheck für KMU, Marke Österreich) wiederum werden mithelfen, österreichische Waren und Dienstleistungen noch stärker auf den internationalen Märkten platzieren zu können."

Nun gelte es, so Leitl, die Eckpunkte der einzelnen Vorhaben zu konkretisieren, Zeitpläne einzuhalten, Reformen umzusetzen, eventuell bei budgetärem Bedarf nachzuschärfen. Der WKÖ-Chef anerkennt, dass die Regierung seinen Alarmruf vom Wochenende in Bezug auf einen drohenden Fachkräftemangel aufgegriffen und auch eine Reform und Attraktivierung der dualen Ausbildung auf die Agenda-Liste gesetzt hat. Leitl: "Um einem massiven Fachkräftemangel vorzubeugen, müssen wir die duale Ausbildung reformieren. Hier müssen wir dafür sorgen, dass auch lernschwache Jugendliche eine berufliche Ausbildung machen und abschließen können. Und hochtalentierten Lehrlingen soll auch im Sinn einer besseren Durchlässigkeit des Bildungssystems ein Weg zu einer Fachhochschule oder universitären Ausbildung offenstehen. Hier sind wir bereit, mit den anderen Sozialpartnern und der Regierung unsere Vorschläge zu erörtern und rasch konkrete Maßnahmen zu erarbeiten."

Ausdrückliche Zustimmung gab es zum Bekenntnis der Regierung zum Euro. Leitl: "Angesichts der massiven Schuldenprobleme etwa von Griechenland gibt es natürlich viel Gegenwind und zum Teil scharfe, aber auch ungerechtfertigte Kritik am Euro. Dennoch muss man klar sagen: Österreich hat bislang von der gemeinsamen europäischen Währung klar profitiert." (RH)

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