Grillitsch: EHEC - Stöger soll auf "heimisch" setzen

Kontrollen für Auslands-Ware verschärfen - Regionale Qualität bevorzugen

Wien (OTS) - "BSE, Futtermittel-Dioxin-Skandal, Gurken-Epidemie -ein ausländischer Lebensmittelskandal löst den anderen ab. Importierte Lebensmittel werden offenbar zur gefährlichen Gesundheitsbedrohung", kommentiert Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch die jüngste Epidemie, die durch verseuchtes spanisches Gemüse ausgelöst wurde. "Faktum ist, dass durch mangelnde Herkunftskennzeichnung ausländischer Ware Tür und Tor geöffnet wird. Der Konsument ist verunsichert, weil er nicht weiß, was er kauft. Der einzige Weg, den teils kriminellen Machenschaften von Umetikettierung und Wiederverpackung unter falscher oder lückenhafter Deklaration einen Riegel vorzuschieben und sichtbar ausländische Ware von inländischer zu unterscheiden, ist eine EU-weite Herkunftskennzeichnung", verlangt Grillitsch umgehendes Handeln.

Bei EHEC sei jetzt sofortige Schadensbegrenzung, lückenlose Aufklärung und Kontrolle angesagt. "Stöger soll am Markt aufräumen und klären, woher die Ware kommt, wie und ob sie nach Österreich gelangt", fordert der Bauernbund-Präsident den Gesundheitsminister auf, sich um die österreichische Lebensmittelsicherheit zu kümmern. "Stöger soll unmissverständlich klar machen, dass heimische, regionale und saisonale Qualität zu bevorzugen ist - zur Sicherheit der Konsumenten", appelliert Grillitsch an einen echten Richtungswandel bei den Kauf- und Ernährungsgewohnheiten und warnt davor, die gesundheitsgefährdende Politik fortzusetzen.

Antwort auf Gurken-Epidemie: Heimische Qualität

"Die Konsumenten verlangen ganz zu Recht Sicherheit und Vertrauen bei Lebensmitteln. Die Politik von Alois Stöger bewirkt allerdings das genaue Gegenteil: Statt ausländische Ware scharfen und vor allem lückenlosen Kontrollen zu unterziehen, wird die heimische Produktion - zuletzt im Fleischbereich - zusehends höheren und teureren Auflagen unterworfen", kritisiert Grillitsch. Die heimische landwirtschaftliche Produktion werde damit wirtschaftlich unrentabel, ausländischer Ware damit aber auf Jahrzehnte hin Tür und Tor geöffnet. Dabei seien die Kontrollen für die heimische Erzeugung nirgendwo in Europa so streng und gelten für Lebensmittel so harte Auflagen wie in Österreich. "Statt unsere einheimischen landwirtschaftlichen Erzeuger von gesundem Obst und Gemüse, sicheren und wertvollen tierischen Produkten zu schikanieren, gehört jetzt der Fokus auf die Auslandsproduktion gerichtet", ist Grillitsch überzeugt, dass die Antwort auf die spanisch-deutsche Gurken-Epidemie nur der Konsum heimischer Qualität sein kann.
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