• 30.05.2011, 13:24:55
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KomenskyFond: Bildung bricht Armutsstrukturen auf

Seit 2006 unterstützt der KomenskyFond der ERSTE Stiftung gemeinsam mit der Caritas benachteiligte Menschen in Österreich und Osteuropa

Wien (OTS) - Seit mittlerweile fünf Jahren unterstützt der
KomenskyFond der ERSTE Stiftung erfolgreich Menschen am Rande der
Gesellschaft in Österreich und Zentral- und Osteuropa durch gezielte
und regionale Bildungsmaßnahmen. Der KomenskyFond wurde gemeinsam von
der ERSTE Stiftung und der Caritas Österreich im Jahr 2006 gegründet
um effektive Bildungsinterventionen gegen die Armut zu setzen. Eine
erste Bilanz zeigt: Bildung wirkt sowohl in der Armutsprävention als
auch als auch in der Armutsbekämpfung.

"Bildung ist nach wie vor der stärkste und nachhaltigste Hebel im
weltweiten Kampf gegen Armut. Dieser Überzeugung folgend, haben die
ERSTE Stiftung und Caritas Österreich 4,2 Millionen im KomenskyFond
erfolgreich investiert", so Boris Marte, Mitglied des Vorstands und
Managing Director der ERSTE Stiftung. "Bildung" wird dabei - im Sinne
des tschechischen Theologen und Philosophen Jan Amos Komensky - in
sehr umfassender Weise als "Lernen fürs Leben" verstanden.

KomenskyFond hilft dreifach

Um eine nachhaltige Wirkung der Förderungen des Fonds zu
gewährleisten, arbeiten die Projektpartner nach einem dreistufigen
Ansatz: Im ersten Schritt schaffen konkrete Maßnahmen im Bereich
Bildung konkrete Verbesserungen für die Menschen. Franz Karl Prüller,
Direktor Programm Soziales, ERSTE Stiftung: "Wir unterstützen zum
Beispiel Vorschulprogramme für Roma-Kinder, damit sie auf die
reguläre Volksschule vorbereitet werden und eventuelle Sprach- oder
andere Barrieren frühzeitig überwinden können." In einem zweiten
Schritt ist der KomenskyFond eine Plattform zur Vernetzung, zum
Erfahrungs- und Wissensaustausch und Capacity Building der einzelnen
Projektpartner. Dadurch gestärkt können sie drittens in ihrer Region
notwendige strukturelle und politische Veränderungen initiieren und
an ihnen arbeiten.

Jede Maßnahme wirkt

"Seit dem Start des KomenskyFond vor fünf Jahren können wir Jahr
für Jahr mehr als 400 Erwachsenen und etwa 1.000 Kindern und
Jugendlichen in der Slowakei, der Republik Moldau, der Ukraine,
Rumänien, Tschechien, Ungarn, Serbien, Kroatien, und Österreich durch
maßgeschneiderte Bildungsangebote neue Perspektiven und Wege aus der
Armut eröffnen", freut sich Christoph Petrik-Schweifer,
Generalsekretär der Caritas Auslandshilfe, über den Erfolg.

So erhalten beispielsweise in der Kindertagesstätte im rumänischen
Dorf Periam dank des KomenskyFond 30 bis 40 Roma-Kinder pro Tag eine
warme Mahlzeit, Unterstützung beim Lernen und eine Freizeitbetreuung.
"Am Anfang mussten die Eltern noch überzeugt werden, uns ihre Kinder
zu schicken. Heute sind sie sehr froh über die Unterstützung und
kommen schon lange vor Schulbeginn, um ihre Kinder anzumelden",
berichtet der Caritas-Auslandshilfechef.

Bildung als Bestandteil der Sozialberatung

Die Zusammenarbeit von ERSTE Stiftung und der Caritas gab auch
neue Impulse für die Caritas-Sozialberatung in Österreich: Denn der
KomenskyFond ermöglicht es, zusätzlich zur Absicherung der
Grundbedürfnisse Aus- und Weiterbildungsberatung und -finanzierung
erfolgreich in die Arbeit für Menschen in Not zu integrieren:
Menschen, die sich an eine der 36 Caritas-Sozialberatungsstellen um
Hilfe wenden, können nun neben einem Zuschuss für Miete oder
Energiekosten auch Überbrückungshilfe für Bildungsmaßnahmen erhalten.

"Ohne diese Kooperation mit der ERSTE Stiftung hätten wir unser
Angebot in den Sozialberatungsstellen nicht um diesen wichtigen
Bereich erweitern können", sagt Edda Böhm-Ingram, Leiterin des
Sozialbereichs in der Caritas Salzburg: "Nun legen die
Caritas-SozialberaterInnen auf dieses Thema ein besonderes Augenmerk.
Nach sorgfältiger Einzelfallprüfung erhalten die Menschen dann aus
dem KomenskyFond beispielsweise einen Zuschuss zum LKW-Führerschein
oder auch finanzielle Unterstützung für schulische Nachhilfe."

Rückfragehinweis:

ERSTE Stiftung, Kommunikation: 
   Maribel Königer
   Tel. 050100 15453, E-mail: [email protected]
   www.erstestiftung.org
   
   Caritas Österreich, Kommunikation: 
   Silke Ruprechtsberger
   Tel: 0664/82 66 909, E-mail: [email protected]
   www.caritas.at

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