Mobilfunk: Ärztekammer sieht sich in ihren Forderungen neuerlich bestätigt

Europarat spricht sich für Handyverbot an Schulen aus

Wien (OTS) - Erfreut zeigt sich die Wiener Ärztekammer über den kürzlich gefassten Beschluss des Europarats, in dem die europäischen Regierungen aufgefordert werden, einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor elektromagnetischer Strahlung durch Mobiltelefone zu gewährleisten.****

Konkret soll nach Forderung des Europarats der Gebrauch von Handys in Schulen strikt eingeschränkt werden. Darüber hinaus sollen WLAN-Netzwerke aus den Schulen eliminiert und durch Internet-Kabel ersetzt werden. "Wir setzen uns schon lange dafür ein, vor allem Kinder und Jugendliche über die potenziellen Gefahren durch Handystrahlung aufzuklären. Es wurde an der Zeit, dass auch auf internationaler Ebene gesundheitsfördernde Maßnahmen gesetzt werden und Bewegung in die Mobilfunkpolitik kommt", so Erik Huber, Referent für Umweltmedizin der Ärztekammer für Wien.

Huber betont mit Nachdruck, dass die hohe Dauerbelastung durch Wireless LAN und UMTS ernst genommen werden müsse. "Wir kennen natürlich die Beschwichtigungsversuche der Mobilfunkindustrie. Trotzdem muss hier vor allem die Gesundheit unserer Kinder, die sich noch im Wachstum befinden, in den Vordergrund gestellt werden." Huber weist in diesem Zusammenhang auf Langzeitdaten von Handynutzern hin, die von einer Verdopplung des Risikos, an einem Hirntumor zu erkranken, ausgehen.

Huber spricht sich daher für eine konsequente Aufklärung aus. "Wir setzen bereits seit Jahren auf Informationskampagnen, die auf potenzielle Gefahren elektromagnetischer Strahlung aufmerksam machen", so der Referent für Umweltmedizin. Die "10 medizinischen Handyregeln", die die Wiener Ärztekammer formuliert hat, seien nach wie vor ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung über das mögliche Gesundheitsrisiko durch Mobilfunkstrahlen. "Der Europarat hat unsere Forderung in seinem Beschluss nun bestätigt. Wir hoffen, dass auf europäischer Ebene nun so schnell wie möglich Maßnahmen gesetzt werden", so Huber abschließend. (ec)

(S E R V I C E - Die Wiener Ärztekammer hat Informationsmaterial zum Thema aufgelegt. Die Plakate "Strahlende Informationen: 10 medizinische Handy-Regeln" können in der Pressestelle der Ärztekammer für Wien kostenlos - auch für Schulen - unter Tel. 01/51501 - 1223 DW, E-Mail: pressestelle@aekwien.at, bestellt werden. Plakat-Download auf der Homepage der Ärztekammer für Wien:
http://www.aekwien.at/media/Plakat_Handy.pdf.)

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