Häupl: Krise ist erst dann vorbei, wenn der Arbeitsmarkt wieder ok ist

Oberhauser: Sind in Frauen- und Bildungsfragen gefordert

Wien (OTS/ÖGB) - "Mit gemeinsamer Anstrengung ist uns der Kampf gegen die Finanzkrise gut gelungen. Doch die Krise ist erst dann vorbei, wenn der Arbeitsmarkt wieder in Ordnung ist", sagte Michael Häupl, Wiener Bürgermeister und SPÖ-Landesparteivorsitzender, bei der FSG-Landeskonferenz. Zwar sind in Wien viele Arbeitsplätze vorhanden, aber die Zahl der Arbeitslosen ist noch immer hoch.++++

Als ein weiteres Problem nennt Häupl die "working poor": "Viele Frauen gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach und sind trotzdem auf Zuschüsse der Stadt angewiesen, das kann nicht unsere Zielsetzung sein." Weiters spricht sich Wiens Bürgermeister gegen die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen aus. "Wir haben bereits eine öffentliche Meinung. Weit über 80 Prozent der BürgerInnen sprechen sich dafür aus, dass Dienstleistungen auch in der öffentlichen Verantwortung bleiben sollen. Wer das erhalten will, der muss auch was tun und braucht eine Mehrheit."

Auch ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser betonte in ihrer Rede, dass die Politik vor allem in Bildungs- und Frauenfragen gefordert ist. 55 Prozent der Mädchen wären mit einer Teilzeitbeschäftigung oder auch mit einem Hausfrauenjob zufrieden, wenn der Mann genug verdient. Das besagt eine neu präsentierte Jugendstudie. "Wir müssen Frauen klar machen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Männer ein Leben lang bei ihnen bleiben. Wir brauchen mehr Frauen in Beschäftigung, mehr Frauen in Führungspositionen, und Frauen benötigen einen Arbeitsplatz, so wie sie ihn verdienen", so Oberhauser.

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