Faymann: Vermögen ab einer Million Euro besteuern

Tumpel: Aktienausschüttung während und nach der Krise gleich hoch

Wien (OTS/FSG) - Die Vermögenden sollen zur Kasse gebeten werden, um die sozialen Standards aufrecht zu erhalten. Darin waren sich Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann und AK-Präsident Herbert Tumpel einig. Faymann forderte in seiner Rede bei der FSG-Wien-Landeskonferenz weiters, dass sich die Menschen europaweit gegen den zunehmenden Neoliberalismus organisieren sollten.++++

"Die Auseinandersetzung mit dem neoliberalen Kräften muss europaweit geführt werden", forderte Faymann. Das seien jene, die den Staat so weit zurückdrängen wollen, dass er am Ende nur noch da sei, "wenn die Banken Probleme bekommen." Der SPÖ-Vorsitzende kritisierte auch die Wettbewerbsanhänger, die in Europa "das asiatische Lohnniveau einführen wollen."

Die Sozialdemokratie will dagegen, dass die Kinder egal welcher Herkunft gleiche Chancen haben. Sie will, dass die Menschen Arbeit haben und nicht, wie in anderen Ländern, Jungendarbeitslosigkeitsquoten von bis zu 50 Prozent."
Faymann: "Wir wollen nicht, dass Menschen im Fernsehen sehen, wie die Aktienkurse explodieren, und selbst nichts im Lohnsackerl haben. Wir wollen soziale Sicherheit und eine gerechte Verteilung." Ganz anders die neoliberale Linie, die schnurstracks in eine Gesellschaft aus Superreichen und Armen führen würde."

In Europa müssten endlich die Rechte der ArbeitnehmerInnen gesichert werden. Generell müsse sich Europa nach jenen Staaten ausrichten, in denen es den Menschen am besten gehe.

Tumpel stellte fest, dass die Vermögensverteilung auch in Österreich auseinanderlaufe. Die Aktienausschüttungen seien während und nach der Krise praktisch gleich hoch gewesen. Auch die Banken verdienen wieder gut, und die Manager wieder das 42-fache eines durchschnittlichen ArbeitnehmerInneneinkommens.

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