Jugendmonitorstudie: Musiol und Schwentner für mehr Kinderbetreuung und einen Papa-Monat

Gesetzliches Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeitarbeit gefordert

Wien (OTS) - In Reaktion auf die von Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner in Auftrag gegebene Jugendmonitor-Studie fordern Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen, und Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, mehr Engagement des Ministers bei der Steigerung der Väterbeteiligung an der Kinderbetreuung: "Auch junge Männer wollen eine Zeitlang bei den Kindern zu Hause bleiben. Fast 80 Prozent sind der Meinung, dass sie für die Kindererziehung genau so verantwortlich sind wie die Frauen. Wirtschaftsminister Mitterlehner muss nun endlich die nötigen Rahmenbedingungen wie das immer noch fehlende Papa-Monat schaffen."

Grundsätzlich brauche es eine viel stärkere Sensibilisierung der Unternehmen. Denn immer wieder würden Fälle bekannt, in denen Väter aufgrund einer Karenz zur Kinderbetreuung starke berufliche Nachteile erleiden. " Mitterlehner muss die Unternehmen davon überzeugen, dass alle jungen Väter ein Recht auf eine gemeinsame Zeit mit ihren Kindern haben und dass seitens der Politik ganz entschieden gegen die Diskriminierung von Karenzvätern vorgegangen wird. Einen Gang zulegen sollte Mitterlehner auch bei der Weiterführung des Bundeszuschusses zum Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen. Denn junge, moderne Eltern wollen beides, einen Beruf und eine Familie", so Daniela Musiol.

Judith Schwentner nimmt Mitterlehner bei der Aufwertung von Teilzeitarbeit in die Pflicht: "Studien zeigen, dass Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen für die gleiche Arbeit in Teilzeit mit einem schlechteren Stundenlohn entlohnen als ihre Vollzeitkräfte. Der Wirtschaftsminister muss nun konkrete Vorschläge präsentieren, wie er gegen die Lohndiskriminierung der Unternehmen vorgehen wird." Denn derzeit sind die Nachteile aufgrund einer Teilzeitbeschäftigung gravierend und Altersarmut vorprogrammiert. "Wer in Teilzeit arbeitet, soll ein gesetzliches Recht auf Rückkehr in Vollzeit bekommen. Unternehmen müssten dazu verpflichtet werden, ihre Teilzeitarbeitskräfte über freie Vollzeitstellen im Unternehmen zu informieren. Damit auch teilzeitbeschäftigte Frauen eine Chance auf einen beruflichen Aufstieg bekommen", so Schwentner.

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