Durchfallerreger - BZÖ-Spadiut: Stöger wieder mal auf Tauchstation

Stichprobenkontrollen für Fleisch, rohe Milchprodukte und Gemüse nötig

Wien (OTS) - Vergangene Woche im Plenum hat Gesundheitsminister Stöger noch um Stimmen für einen Antrag der Regierungsparteien zum Thema "Neustrukturierung der Kontrollen entlang der Lebensmittelkette" gebettelt; kaum gibt es in Deutschland aber erste Tote durch eine Coli-Epidemie, schon ist der Gesundheitsminister auf Tauchstation, statt umgehend mit den deutschen Kollegen Kontakt aufzunehmen oder Kontrollen an den neuralgischen Punkten der Lebensmittelkette anzuordnen", kritisiert BZÖ-Gesundheitssprecher und Veterinär Dr. Wolfgang Spadiut.

"Die Quellen für Enterohämorrhagische Colibakterien (EHEC) sind bekannt: Rohes Fleisch, Rohmilch und fäkalienverseuchtes Wasser, das im schlimmsten Fall in fleischverarbeitenden Betrieben zur Anwendung gelangt", erklärt Spadiut und verlangt von Stöger: "Die Ursache für das Auftreten dieser Erkrankungen ist noch nicht bekannt, also geben Sie uns bitte umgehend österreichweit den Auftrag, umfangreiche Probenziehungen vorzunehmen!" Wie wichtig eine Kontrolle ist, erklärt sich aus dem Krankheitsverlauf: "EHEC sind deshalb so aggressiv, weil sich die Bakterien durch die Darmwand der Patienten durchfressen und die Blutungen in den empfindlichen Darmgefäßen nicht mehr gestoppt werden, können", so Spadiut.

Deshalb müsse der Gesundheitsminister einmal Mut beweisen, schnell reagieren und die im Regierungsantrag behauptete "Rasche Reaktionsfähigkeit im Fall von Sicherheitsproblemen" gewährleisten. Österreichweite Stichprobenkontrollen für Fleisch, rohe Milchprodukte und Gemüse seien laut Spadiut ein erster Schritt. Die verarbeitenden Betriebe ruft der BZÖ-Gesundheitssprecher zum peniblen Einhalten der Hygienevorschriften auf.

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