"trend": 85 Prozent der Österreicher halten Grassers Rechtfertigungen für unglaubwürdig

Umfrage nach "Bargeld-Affäre": Frauen trauen dem Ex-Finanzminister weniger als Männer.

Wien (OTS) - Dass seine Schwiegermutter in spe Karl-Heinz Grassers Veranlagungsgeschick testen wollte, mag plausibel sein. Dass der Ex-Finanzminister jedoch mit diesem Ansporn begründete, warum er in mehreren Bargeldtransporten während seiner Amtszeit insgesamt 500.000 Euro aus der Schweiz nach Wien transferierte, nehmen ihm nur 15 Prozent der Österreicher ab. Das ergab eine Umfrage des Linzer market-Instituts für den "trend". Auch andere, populär gewordene Grasser-Rechtfertigungen ließ "trend" abfragen: Zum Beispiel, dass er verfolgt werde, weil er "zu jung, aus zu gutem, wohlhabendem Haus, zu intelligent, zu schön" sei, oder dass bei den Privatisierungen während seiner Amtszeit, etwa bei der Wohnungsgesellschaft Buwog, stets alles "supersauber" abgelaufen sein. Beständige 85 Prozent schenken seinen Aussagen dabei keinen Glauben.
Am kritischsten sehen den Ex-Darling der Polit- und Wirtschaftsszene Frauen: In der Bargeld-Affäre halten beispielsweise 91 Prozent der Frauen seine Aussagen für unglaubwürdig (Männer: 76 Prozent). Insgesamt 44 Prozent der von market Befragten geben an, dass sie die Polit- und Finanzaffären um Grasser "intensiv" verfolgen.

Rückfragen & Kontakt:

trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TRE0007