Auf ewig verlorene Flächen durch katastrophale Energiepolitik

Tote Flächen würden ausreichen um saubere Energie aus Biogas im selben Umfang zu liefern

Wien (OTS) - Die verheerenden Folgen von Tschernobyl und Fukushima zeigen uns einmal mehr wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit beim Thema Energiegewinnung ist. Die nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl geschaffene Sperrzone beträgt ca.300.000 Hektar. Eine Fläche, die eine Ewigkeit weder bewohnbar noch bewirtschaftbar sein wird. Zudem besteht in einem weiteren Umkreis ein Nutzungsverbot auf den Flächen. Somit stehen insgesamt ca. 800.000 ha Ackerfläche weder für Lebensmittel- als auch für weitere Produktionen zur Verfügung.

Betrachtet man dabei nur welche Energieproduktion auf dieser Fläche möglich wäre, so fällt auf, dass es sich hier um eine sehr produktive Region handelt und man mit Biomasse mit einem Energieanteil für Anbau, Pflege und Ernte das 25fache an Energie erntet. Biogasanlagen sind dabei idealtypische Anlagen für die Biogasproduktion aus dieser Biomasse und anschließender Anwendung in hocheffizienten KWK Anlagen. Biogas ist heute in der Lage mit dem Aufwuchs auf der gesperrten Fläche von Tschernobyl nahezu die 3fache Strom- und Wärmeproduktion des havarierten Reaktors zu produzieren.

Nach einer Studie von FÖS bekamen die deutschen Atomkraftwerke bisherig direkte staatliche Unterstützungen von umgerechnet

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3,9
Cent/kWh. Darin sind die sowohl bereits heute bekannten und die, in Zukunft, noch hinzu kommenden anfallenden externen Kosten nicht beinhaltet. Würde man diese Gelder in die konsequente Entwicklung Erneuerbarer Energien stecken, brächte dies nicht nur Kostenwahrheit bei Energie und konkurrenzfähige Marktpreise für Strom aus Erneuerbaren. Und dies alles ohne die Gefahr der "verbrannten Erde" und der Belastungsverlagerung zu unseren Kindern. Wie ernst die Lage ist, zeigt der Stern-Report, in welchem die Kosten für Schäden und Verluste durch den Klimawandel bei Nichthandeln bei 5-20 % des globalen BIP betragen werden. Dem gegenüber werden die Kosten für die Eindämmung des Klimawandels (Stabilisierung auf 450-550 ppm CO2) auf rund 1 % des BIP geschätzt.

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