"Agrotreibstoffe gefährden Menschenrecht auf Nahrung"

Kirchlicher Entwicklungshilfe-Experte Hödl fordert namens der Task Group "Recht auf Nahrung" Überdenken der EU-Beimischungsziele für agrarische Treibstoffe

Wien, 20.05.11 (KAP) "Agrotreibstoffe gefährden Menschenrecht auf Nahrung": Auf diesen bedenklichen Effekt bei der Produktion von Kraftstoffen, die aus Biomasse hergestellt werden, hat der Geschäftsführer der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission (KOO), Heinz Hödl, anlässlich einer Expertendiskussion im Parlament aufmerksam gemacht. Die Ausgangsstoffe dieser für den Betrieb von Verbrennungsmotoren erzeugten Energieform sind nachwachsende Rohstoffe wie Ölpflanzen, Getreide, Zuckerrüben, Wald- und Restholz oder spezielle Energiepflanzen.

Solange das Recht auf Nahrung vor allem in Entwicklungsländern nicht garantiert werden könne, sollten die Beimischungsziele in der EU überdacht werden, so Hödl und andere Vertreter der Task Group "Recht auf Nahrung", die am Freitag auf Einladung der entwicklungspolitischen Sprecher von SPÖ, ÖVP und Grünen zu Gast im Parlament waren.

Hödl verlangte eine Trendumkehr in allen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen, um "unsere energieintensive Lebensweise, die massiv auf Kosten der Menschen in den Entwicklungsländern geht, in eine nachhaltige CO2-arme Lebensweise umwandeln". Nur so werde es auch möglich sein, die Klimaerwärmung zu stoppen. Als einer von vielen Bausteinen im Kampf gegen den gefährlichen Klimawandel müsse Agrotreibstoff hinkünftig sozial und ökologisch verträglich produziert werden und dürfe die globale Nahrungsversorgung nicht -so wie jetzt - beeinträchtigen.

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