Spindelegger verurteilt Vorgehen gegen Journalisten in Libyen

Wien (OTS) - Am 5. April ist der österreichisch-südafrikanische Journalist Anton Hammerl gemeinsam mit drei anderen internationalen Journalisten nahe der libyschen Stadt Brega, von Gaddafitreuen Soldaten mit Waffengewalt überfallen und verschleppt worden. Österreich und Südafrika haben sich seit diesem Zeitpunkt, gemeinsam mit anderen internationalen Partnern, für die Freilassung und die Aufklärung der Umstände des Vorfalls eingesetzt. Nach den Schilderungen der drei vor Kurzem freigelassenen Journalistenkollegen dürfte nunmehr aber kaum noch Hoffnung bestehen, dass der 41-jährige Photograph Anton Hammerl diesen Vorfall überlebt haben könnte.

"Die Nachrichten aus Libyen sind nicht ermutigend. Dennoch werden wir gemeinsam mit den Angehörigen und unseren Partnern, alles unternehmen, um der Ungewissheit über das Schicksal des österreichisch-südafrikanischen Journalisten Anton Hammerl auf den Grund zu gehen. In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken vor allem bei der Familie und den Freunden des Photographen" reagierte Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger heute auf diese jüngsten Nachrichten aus Libyen.

"Dieses brutale Vorgehen der Soldaten Gaddafis ist ein erschreckendes Beispiel der Gefahren, denen besonders Journalisten in Konfliktsituationen ausgesetzt sind. Dabei kommt gerade in solchen Situationen der Pressefreiheit besondere Bedeutung zu", betonte Spindelegger. Auch die Vorgangsweise des Gaddafi Regimes, trotz mehrfacher Rückfrage nach dem Schicksal von Anton Hammerl, keine hilfreichen Auskünfte gegeben zu haben, wurde vom Minister kritisiert.

Dieser traurige Anlass zeige, so Spindelegger weiter, dass es in diesem Bereich noch viel zu tun gebe. Deswegen werde der Schutz von Journalisten zu einem Schwerpunkt der österreichischen Bemühungen im UNO-Menschenrechtsrat, für den sich Österreich heute nachmittag in New York der Wahl stellen wird.

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