APG-Stellungnahme zur heutigen Sitzung des Verfassungs- und Verwaltungsausschusses des Salzburger Landtags

Wien/Salzburg (OTS) - Stellungnahme zu folgender Veröffentlichung der Salzburger Landeskorrespondenz:
http://www.salzburg.gv.at/lkorr-meldung?nachrid=47028

Die Austrian Power Grid AG (APG) ist für 95 Prozent des heimischen Stromübertragungsnetzes auf der Hochspannungsebene und damit für die sichere und zuverlässige Stromversorgung des Landes verantwortlich. Als innovatives Unternehmen sind wir in allen für uns relevanten Bereichen am letzten Stand der Technik. Dazu gehören selbstverständlich auch die Entwicklungen im Bereich der Kabeltechnologie zur Stromübertragung auf der Hochspannungsebene, die wir seit vielen Jahren genauestens beobachten. "Ganz aktuell sind wir beispielsweise Partner in einer Forschungskooperation mit dem niederländischen Netzbetreiber Tennet und den Technischen Universitäten Delft und Eindhoven, welche das Kabelprojekt Randstad 380 während der kommenden sechs bis acht Jahre begleiten wird", sagt Dr. Heinz Kaupa, Vorstand der Austrian Power Grid AG. "Ziel des Forschungsprojekts ist es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum technologischen Entwicklungsstand der momentan verfügbaren Kabeltechnologie zu gewinnen."

Alle derzeit verfügbaren Fakten und Erfahrungen belegen, dass (Teil)Verkabelungen auf der Hochspannungsebene nach wie vor deutlich höhere Ausfallzeiten aufweisen. Die ENTSO-E (Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber) hat daher erst im Dezember 2010 gemeinsam mit der Vereinigung der europäischen Kabelhersteller Europacable in einem Joint Paper darauf hingewiesen, dass die Einsatzmöglichkeit von Hochspannungskabeln auf einer Fall-zu-Fall Basis zu prüfen ist. "Im österreichischen 380-kV-Sicherheitsring ist aus Gründen der Betriebs- und Versorgungssicherheit der Einsatz von Erdkabeln unverantwortbar", so Kaupa.

Kabel bereits Gegenstand der Prüfung der Expertengruppe
Es war bereits Teil des Arbeitsauftrags an die Expertengruppe der Salzburger Landesregierung, die Möglichkeit von (Teil)Verkabelungen auf der Trasse der Salzburgleitung zu prüfen. Dort wurden nicht nur die notwendigen technischen Voraussetzungen geprüft, sondern auch verfahrensrechtliche Erwägungen vorgenommen. Die Expertengruppe der Salzburger Landesregierung kam dabei zu dem eindeutigen Schluss, dass im Projektgebiet der Salzburgleitung keine Strecke definiert werden könne, die dem verfahrensrechtlich erforderlichen Kriterium der Einzigartigkeit entspricht.

APG setzt Dialog mit der Bevölkerung zur Trassenoptimierung fort Die APG setzt auch weiterhin auf den Dialog mit der regionalen Bevölkerung. In mehreren Informationsmessen wird die am Montag präsentierte Grobtrasse für die Salzburgleitung vor Ort vorgestellt und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. "Wir suchen auch weiterhin nach Verbesserungen in der Trassenführung und versuchen überall dort, wo es möglich ist, auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen", so Kaupa. "Eine wesentliche Verbesserung kann auch der neue Masttyp bringen, den wir diese Woche präsentiert haben. Die Salzburgleitung ist und bleibt eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte des Landes. Und wir wollen es im konstruktiven Dialog mit der Bevölkerung umsetzen."

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