Heinzl: Streichung von Bahnprojekten wäre Anschlag auf die Standortqualität für Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Leistungsfähiges Bahnnetz auch aus ökologischer Sicht eine absolute Notwendigkeit

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Wer heute wichtige Bahnprojekte zusammenstreicht oder ganz einstellt, der begeht einen Anschlag auf die Standortqualität Österreichs und damit auf die zukünftigen Chancen der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts. Wir müssen heute bauen, was wir in der Zukunft brauchen - und dazu gehören leistungsfähige, aufnahmefähige und vor allem ökologisch verträgliche Verkehrsträger, wo ganz an der Spitze sicher die Bahn steht", so der Verkehrssprecher der SPÖ im Parlament, NR Anton Heinzl, zu heutigen "Einsparungsvorschlägen" von VP-Verkehrssprecher Ferry Maier in der Tageszeitung KURIER.

"Wie ein 'Déjà-vu' muten beispielsweise Aussagen zur St. Pöltner Güterzugumfahrung an", so Heinzl. Nach einem jahrelangen Baustopp, von der damaligen ÖVP/FPÖ-Regierung im Jahr 2002 verhängt, konnte für dieses für die Landeshauptstadt St. Pölten, aber auch für eine leistungsfähige Westbahn so wichtige Projekt nun wieder ein Angriff genommen werden. Der Baustopp hat allein an Zinszahlungen dutzende Millionen Euro an Verlusten gebracht, die GZU könnte heute schon stehen, wäre dieser unsinnige Baustopp im Jahr 2002 nicht verhängt worden. "Nun erneut dieses Projekt in Frage zu stellen, ist ein Schildbürgerstreich erster Güte. Bis zum Jahr 2025 wird der Güterverkehr auf der Westbahn um rund 40 Prozent zunehmen - das bedeutet viele Millionen Tonnen zusätzliches Frachtvolumen. Die ÖVP möge hier schon erklären, warum sie der St. Pöltner Bevölkerung zumuten möchte, dass diese zusätzlichen Tonnagen, die zum ohnehin hohen Frachtvolumen dazukommen, weiterhin durch das Zentrum der Landeshauptstadt geschleust werden sollen. Man darf sich schon fragen, ob diese Vorschläge auch mit der NÖ Landesführung abgesprochen sind", verweist der SPÖ-Verkehrssprecher auf die Wichtigkeit, aber auch die parteiübergreifende Zustimmung dieses Projekts in Niederösterreich.

"Auch den Semmering-Basistunnel erneut zu verschieben, ist durch nichts zu rechtfertigen. Österreich und auch Niederösterreich brauchen eine leistungsfähige Nord-Süd-Achse - eben die Südbahn. Mit einer Infrastruktur des vorigen Jahrhunderts wie der Ghega-Strecke sind verkehrstechnische Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mehr zu bewerkstelligen. Ohne den Semmering-Basistunnel würde Österreich zur Langsamfahrstelle in Europas Eisenbahnnetz verkommen, viele Verkehre und damit auch Wirtschaftsbeziehungen würden um uns herum ausweichen. Damit wäre künftigen Generationen kein guter Dienst getan", so Heinzl.
(Schluss) fa

Rückfragen & Kontakt:

NR Anton Heinzl
Tel.: 02742/36512

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001