Tumpel zu Managergehältern: Endlich die Bremse ziehen

Nach 20 Prozent Gagensprung bei den Managern der Spitzen-Konzerne jetzt auch starkes Plus für Manager anderer Betriebe

Wien (OTS) - "Jetzt muss endlich eine Bremse für die Managergagen kommen", kommentiert AK Präsident Herbert Tumpel die heute präsentierte Manager-Gehaltsstatistik des Wirtschaftsforums der Führungskräfte. Die 70 Topmanager der 20 Großkonzerne im Wiener Börsenidex ATX verdienten im Jahr 2010 laut AK Studie um 20 Prozent mehr als im Jahr 2009, die 550 vom Führungskräfte-Forum befragten Manager unterschiedlicher Eben hatten einen Gehaltssprung um 5 Prozent. Beides liegt weit über den Lohn- und Gehaltszuwächsen der normalen ArbeitnehmerInnen - wie vor der Krise verdienen die ATX-Manager das 41-Fache und die anderen Manager fast das 7-Fache des mittleren Arbeitnehmereinkommens. "Aus dem Aufschwung für Manager muss ein Aufschwung für alle werden", sagt Tumpel. Die Kooperationsbereitschaft der Beschäftigten in der Krise müsse mit steigenden Löhnen und Gehältern honoriert werden.

Längst überfällig ist eine staatliche Bremse für die Managergagen, so Tumpel. Unternehmen sollen nicht mehr als 500.000 Euro Vorstandsgage pro Kopf von der Steuer absetzen können. Außerdem müssen die Managergehälter in einem angemessenen Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern der Beschäftigten stehen.

"Es kann nicht sein, dass nur einige wenige von der Konjunkturerholung profitieren, während die Beschäftigten mit Sparmaßnahmen und Personalabbau unter Druck gesetzt werden", sagt Tumpel. Die rasche wirtschaftliche Erholung wäre nicht ohne die Einsatzbereitschaft der MitarbeiterInnen denkbar: Weniger Beschäftigte erzielen mehr Gewinn, auch im Vergleich zu 2008. Nun muss die Kooperationsbereitschaft mit steigenden Löhnen und Gehältern honoriert werden.

Überdies fordert die AK gesetzlich verbindliche Regeln für Vorstandsgehälter: Boni sollen nicht an die Steigerung des Aktienkurses geknüpft werden, sondern sich an nachhaltige Kriterien wie etwa Qualifizierungsmaßnahmen oder die Schaffung neuer Arbeitsplätze orientieren. Und um endlich die Transparenz der Vergütungsberichterstattung zu erhöhen, muss es ein Gesetz geben, das die individuelle Veröffentlichung der Managergehälter verbindlich regelt.

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