AKNÖ: Klares Bekenntnis zu Ökostrom!

Ja zu Förderung - aber Beibehaltung der Deckelung ist notwendig

Wien (OTS/AKNÖ) - Auf völliges Unverständnis stoßen bei der Niederösterreichischen Arbeiterkammer Aussagen von Landesrat Stephan Pernkopf, der die AK als "Bremser" beim neuen Ökostromgesetz bezeichnet. "Wir sind immer schon für die Förderung von Ökostrom. Doch die vom Wirtschaftsministerium angestrebte Novelle belastet die Konsumenten doppelt und unterstützt zudem nicht effiziente Projekte", weist AKNÖ-Präsident Hermann Haneder die Angriffe scharf zurück.

Für die Arbeiterkammer beinhaltet die vorgesehene Novellierung des Ökostromgesetzes noch eine Reihe an Ungerechtigkeiten, die es auszumerzen gilt. Zum einen ist da die immense finanzielle Belastung der Haushalte: "Diese werden zweimal zur Kassa gebeten. Einerseits über die Investitionsförderungen, bei denen es sich um Steuergelder handelt, anderseits über die erhöhten Zuschläge bei der Stromrechnung. Setzen sich die Pläne des Wirtschaftsministeriums durch, kostet die Ökostromförderung am Ende den Konsumenten doppelt so viel als bisher", gibt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zu bedenken und fordert energisch eine Beibehaltung der Deckelung. Denn es könne nicht sein, dass die Haushalte bereits jetzt 50 Prozent der Gesamtkosten tragen aber nur 25 Prozent an Energie verbrauchen, während die Industrie 20 Prozent der Energie verbraucht, aber nur sechs Prozent der Kosten trägt.

Ztl.: Ausbau von Wind und Wasser

AKNÖ-Energieexperte Robert Staudinger untermauert den Ruf nach Beibehaltung der Deckelung noch in anderer Hinsicht: " Sie ist notwendig, um den richtigen Mix aus erneuerbaren Energieträgern zu erzielen." Besonders sauer stößt der Arbeiterkammer die doppelte Förderung der Biogasanlagen sowohl aus dem Agrarbudget als auch aus der Ökostromförderung auf. Wenn diese Schiene schon gefördert wird, dann solle dies ausschließlich aus dem Agrarbudget geschehen. " Biogasanlagen sind aber ohnehin ein Fass ohne Boden. Sie sind schlicht ineffizient und bergen die Gefahr, zum bloßen Spekulationsgeschäft zu werden". Die AK fordert daher die Schließung unrentabler Biogasanlagen mit einer Stilllegungsprämie als Begleitmaßnahme. Frei nach dem Motto "Essen gehört auf den Teller und nicht in den Strom" favorisiert die Arbeiterkammer die Förderung von Wind- und Wasserkraft sowie die Förderung der Photovoltaik-Anlagen mit Investitionszuschüssen statt mit Ökostromzuschlägen.

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