FP-Gudenus: Kindergartenmangel in Wien ist offensichtlich

Elterngehalt für Familien gefordert, die keinen Kindergartenplatz bekommen haben

Wien (OTS/fpd) - "Sie haben Ihr Kind für einen Kindergartenplatz der Stadt Wien angemeldet. Leider können wir Ihnen derzeit keinen Platz an den von Ihnen bevorzugten Standorten anbieten. Bei der Platzvergabe werden berufstätige Eltern und Geschwister von Kindern, die bereits einen Kindergarten besuchen bzw. im gegebenen Fall 5-jährige Kinder auf Grund des verpflichtenden Kindergartenjahres, bevorzugt und es werden soziale Aspekte berücksichtigt", heißt es in Schreiben der für Wiener Kindergärten zuständigen Magistratsabteilung 10 an unzählige Eltern, die um die knappen Kindergartenplätze kämpfen müssen und links liegen gelassen wurden. "Zahlreiche Beschwerden sind bei den Wiener Freiheitlichen eingelangt. Nicht bevorzugt wurden auch jene Kinder, deren Elternteil sich in Karenz befand, plante, wieder dem Beruf nachzugehen, und dies nun aufgrund der Absage der MA 10 möglicherweise nicht können wird", berichtet FP-Klubobmann Johann Gudenus über diesen Zynismus.

Bürgermeister Häupl habe jedenfalls sein Wahlversprechen, den Gratiskindergarten für alle, in zweierlei Hinsicht gebrochen: Zum einen, weil Eltern für die Verpflegung noch immer bis zu 60 Euro monatlich berappen müssen und von gratis keine Rede sein kann. Zum anderen, weil nun offenkundig ist, dass Wien viel zu viele Kindergartenplätze fehlen. "Über all die Jahre hätte Häupl Mittel für den Bau der notwendigen Kindergärten genehmigen können, stattdessen haben er und seine Genossen in Zuwanderung investiert", so Gudenus.

Der FP-Klubchef hat allerdings eine Lösung parat: Die Stadt Wien soll jenen Eltern, die keinen Kindergartenplatz erhalten, ein Elterngehalt gewähren - in einer Höhe, dass sie sich eine Aushilfekraft leisten können, dich sich um die Kinder kümmert, oder dass sich ein Elternteil entscheiden kann, zu Hause zu bleiben. Gudenus: "Das hätte den Effekt, dass Arbeitsplätze geschaffen oder frei werden und weniger teure Kindergärten errichtet werden müssen, die ohnehin erst in einigen Jahren ihren Betrieb aufnehmen können. Viele Eltern würden eventuell das Elterngehalt annehmen, womit es wiederum mehr freie Kindergartenplätze gibt." (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0002