Klagenfurt: WK-Protest gegen "Reförmchen"

Wirtschaftskammer kritisiert die "Verwaltungsreform" der Landeshauptstadt: Gespart wird nur bei Leistungen zu Lasten der Unternehmer und Konsumenten.

Klagenfurt (OTS) - Ein als Verwaltungsreform getarntes Belastungspaket - das sind laut dem Klagenfurter WK-Obmann Max Habenicht die am Dienstag im Stadtsenat beschlossenen Änderungen. Die Verantwortlichen würden damit wieder einmal ihre Reformunfähigkeit und Wirtschaftsfeindlichkeit unter Beweis stellen, beanstandet Habenicht: "Eine Verwaltungsreform bedeutet nach meinem Verständnis, dass die Verwaltung bei sich selber spart - und nicht beim Bürger!"

In Wahrheit sei die angebliche "Reform" nichts als eine pure Geldbeschaffungsaktion für die leere Stadtkasse und bedeute Verteuerungen und Verschlechterungen für die Unternehmer, aber auch die Konsumenten. "Die Stadt weist ein strukturelles Defizit von 20 Millionen Euro im Jahr auf - und die Verwaltungsreformer versuchen allen Ernstes, den Eindruck zu erwecken, dieses Megaproblem ließe sich auf der Ebene von Gebäudemanagement, Falschalarmgebühren und höheren Preisen für die Sperrmüllentsorgung lösen", ärgert sich Habenicht. Bei den wirklich wichtigen Kostenpositionen wie dem Personal, das mehr als 50 Prozent des gesamten Stadtbudgets ausmache, sei man offenbar noch keinen Schritt weitergekommen.

Dass nun "Detailkonzepte" bis Ende des Jahres erstellt werden sollen, sei angesichts der drängenden Probleme der blanke Hohn, meint Habenicht: "Die Unternehmer und Konsumenten werden zur Kasse gebeten, damit die Stadt immer noch genügend Geld hat, um leere Ränge im Stadion zu leasen und drittklassige Fußballvereine und ihre Gagenkaiser zu sponsern. Die Wirtschaft lässt sich dieses teure Chaos nicht länger bieten und protestiert ausdrücklich."

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Kärnten
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 05/90 90 4-660
oeffentlichkeitsarbeit@wkk.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WKK0001