Schultes empört über unsachliche und falsche SPÖ-Aussagen zum Tierschutz

Verbot der Käfighaltung nicht mit Kastenhaltungsverbot bei Schweinen gleichsetzen

St. Pölten (OTS) - Empört über die unsachlichen und zutiefst polemischen Aussagen von SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim und SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck zeigte sich heute der Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ, Hermann Schultes: Wenn die beiden SPÖ-Vertreter behaupteten, "dass Österreich nach dem Verbot der Käfighaltung für Hennen mehr Eier denn je produziert und verkauft" und dies mit dem angestrebten Kastenhaltungsverbot bei Schweinen gleichgesetzt werde, "dann werden hier Äpfel mit Birnen verglichen", stellt Schultes fest. Es handle sich hier um einen ebenso "unpassenden wie unqualifizierten Versuch, Politik auf dem Rücken der Schweinebauern und der Konsumenten zu betreiben".

"Das SPÖ-Argument, wonach das Verbot der Käfighaltung bei Legehennen der heimischen Landwirtschaft eine Vorreiterrolle gebracht habe, entbehrt im Vergleich zur Schweinehaltung jeglicher Grundlage. Richtig ist vielmehr, dass die Marktlage für Eier aufgrund von Billigimporten derzeit katastrophal ist. Der Selbstversorgungsgrad bei Eiern in Österreich lag 2010 bei etwa 75% und ist damit unter jenem vor dem Käfigverbot 2008 gesunken, als dieser bei 77% lag. Noch dazu ist der aktuelle Selbstversorgungsgrad weit entfernt von den 90% in den 90er-Jahren", stellte Schultes klar.

Marktanteilsverluste der heimischen Bauern zu befürchten

Auch in der Schweinehaltung müsste längerfristig mit Marktanteilsverlusten der heimischen Bauern gerechnet werden. Nach wie vor komme vor allem in der Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung - wo über 50% der österreichischen Eier verbraucht werden - ein hoher Anteil von Käfigeiern zum Einsatz. "Wichtiger wäre es, die lange geforderte Kennzeichnungspflicht für Flüssigeiprodukte einzuführen, denn für den Konsumenten ist nicht erkennbar, ob die verwendeten Eier aus Käfighaltung stammen und importiert wurden. Beim Schweinefleisch hat Österreich demgegenüber einen Selbstversorgungsgrad von knapp 100%. Dieser Vergleich von Jarolim und Keck hinkt und ist nichts als bloße Polemik", unterstrich Schultes.

Zum Motiv der Positivaktion "Das beste Schnitzel" für die heimische Schweinehaltung erläuterte NÖ Landesbäuerin Maria Winter:
"Geboren, gefüttert und geschlachtet in Österreich - so lautet der Grundsatz für die heimische Schweinefleischerzeugung. Das hat sich bewährt und wird auch von unseren Konsumenten geschätzt. Zusätzliche Auflagen würden auch die von der SPÖ geforderte kleinstrukturierte Landwirtschaft im Schweinebereich gefährden. Das Fleisch müsste aus dem Ausland importiert werden, was auch ein verstärktes Lebensmittelrisiko darstellt. Das ist nicht im Interesse der heimischen Kunden, des Gesundheitsministers und der heimischen Schweinebauern", betonte Winter.
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