Sorger: Verlieren hart erarbeitete Standortvorteile

IV-Präsident: Aktuelles IMD-Ranking: Österreichs Unternehmen bei Effizienz führend - Ranking-Abfall weiterer "Weckruf"

Wien (OTS/PdI) - "Wir verlieren unsere hart erarbeiteten Standortvorteile gegenüber unseren Mitbewerbern in einer zunehmend globalisierten Welt", mahnte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger Dienstagabend gegenüber Medienvertretern in Wien. Einmal mehr forderte der IV-Präsident umfassende Struktur- und Verwaltungsreformen ein - "Österreich hat erheblichen Handlungsbedarf". Ein weiterer aktueller "Weckruf" für die Standortqualität sei dabei das Dienstagabend veröffentlichte Ranking des Schweizer Instituts IMD ("The World Competitiveness Scoreboard 2011"), wonach Österreich für das Jahr 2011 von Rang 14 auf Rang 18 (von insgesamt 58) zurückgefallen ist. Im Jahr 2007 war Österreich hingegen noch auf Rang 11 gelegen.

Sorger verwies darauf, dass eine der wenigen noch verbliebenen Stärken Österreichs bei der Unternehmenseffizienz liege, wo das Land führend sei. "Das ist ein Verdienst unserer tüchtigen Unternehmerinnen und Unternehmer", betonte Sorger. Sehr gut liege man ebenfalls im Bereich der persönlichen Sicherheit (Platz 2), der Lebensqualität (2), der Motivation der Arbeitskräfte (3), der (geringen) Jugendarbeitslosigkeit (7), der sozialen Kohäsion (7), der Einkommensgleichheit gemäß Gini-Index (11) und dem Pro-Kopf-Einkommen (12). "Schwächen liegen in der Höhe des effektiven persönlichen Einkommensteuersatzes mit Platz 54, der geringen Aktienmarktkapitalisierung mit Rang 53, der unterdurchschnittlichen Jahresarbeitszeit mit Rang 49, der sekundären und tertiären Ausbildung, der Pensionsfinanzierung mit Platz 44 und bei Standortverlagerungsrisken", erläuterte der IV-Präsident.

Für die Erosion der Standortqualität sei in erster Linie die inzwischen dramatische Einbuße in der Kategorie "Effizienz der Regierung" ("Government Efficiency") verantwortlich. "Seit dem Jahr 2007, als Österreich in dieser Kategorie auf Rang 10 lag, sind in dieser Kategorie 17 Plätze verloren worden, sodass Österreich nunmehr auf Rang 27 zurückgefallen ist", sagte der IV-Präsident. Eklatante Defizite bestünden weiters bei der Staatsverschuldung (Platz 39) sowie bei der Einnahmenstruktur (Platz 51). Unzureichend sei auch das Regulierungsregime mit Platz 19.

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