FPÖ: Strache will Vermittlerrolle in Syrien wahrnehmen

Regierung und Opposition sollen wieder auf Dialog setzen, damit Blutbad beendet wird

Wien (OTS) - Auf Einladung von FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache und organisiert vom FPÖ-Bildungsinstitut kam es in Wien zu einem intensiven Gedankenaustausch mit hochangesehenen syrischen Aktivisten, welche auf einen Dialog der syrischen Regierung mit der Opposition hoffen. Im Zuge der Konferenz konnte sich Strache anhand von Videoaufnahmen, die unter Einsatz des Lebens diverser Aktivisten aufgenommen wurden, ein Bild von Syriens bürgerkriegsähnlichen Zuständen machen. Friedliche Demonstranten wurden ohne Vorwarnung der Regierungstruppen einfach erschossen. Die Aktivisten schätzen die Zahl der Toten auf über eintausend.

Zahlreiche Städte sind von den Truppen umzingelt, Verletzte, die ein Krankenhaus aufsuchen wollten, würden verhaftet, der Einsatz von Krankenwägen sei von den Regierungstruppen untersagt. Im Zuge der mehrtätigen Massaker soll sogar gezielt auf Kinder geschossen worden sein. "Scharfschützen der Regierung trugen zivile Kleidung, damit die Regierung die Verantwortung von sich abwälzen konnte. Zahlreiche Gegenden waren sieben Tage ohne Strom und anderer Versorgung, die Stadt Daraa sogar 14 Tage. Radikale islamische Gelehrte haben sogar manche Ethnien in Syrien für vogelfrei erklärt", teilte ein Syrer mit. Die Soldaten sollen sogar Streumunition eingesetzt und Leichen in Massengräbern verscharrt haben, worunter die Angehörigen der Toten besonders leiden würden. Auch würden zahlreiche Bürger gezwungen, eine Verpflichtungserklärung abzugeben, an keiner weiteren Demonstration teilzunehmen und tote Angehörige würden nur dann ausgehändigt, wenn man bestätige, dass diese an einer Demonstration teilgenommen hätten, um die Regierung zu stürzen.

Die syrischen Aktivisten, welche um ihr Leben fürchten und nicht genannt werden wollen, baten Strache, dass dieser als Vermittler tätig wird und ein Dialog der Regierung mit der Opposition zustande kommt. "Dieser Bitte komme ich mit allen meinen mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nach. Das Blutbad in Syrien muss ein Ende haben. Wir werden den Dialog mit der syrischen Regierung suchen, in der Hoffnung, dass man diesen auch annimmt", kündigte Strache an.

Mit großer Sorge verfolgen die syrischen Aktivisten die türkische Intervention in syrische Angelegenheiten; besonders die an Syrien gerichteten Erklärungen Erdogans, sowie die Zusammenkünfte syrischer extremistischer Gruppierungen in der Türkei. Diese Ereignisse beunruhigen auch die Gesamtheit des syrischen Volkes.

Im Gegensatz zu Erdogan setzt Strache auf demokratische Werte für die politische Zukunft Syriens.

Die syrischen Aktivisten hoffen, dass Strache ihr Anliegen und ihre Initiative unterstützt und auf eine breite europäische Ebene bringt.

Die Vertreter Syriens betonten, einen starken Rückhalt in der Bevölkerung zu haben und verfolgen eine "Politik der Mitte". Ziel müsse es auch sein, dass in Syrien Frieden und Demokratie einkehrt, es freie Wahlen gibt und es auch zu einer Verfassungsreform kommt, im Zuge dieser die Säkularisierung des Staates, aber auch die Rechte der Minderheiten geschützt werden und extremistischen Gruppierungen, die mit ihrem radikalen Zügen des Islams ethnische Spannungen und Bürgerkrieg haben wollen, der Nährboden entzogen wird. Strache: "Es ist unser größter Wunsch, dass es im Nahen Osten eine friedliche Entwicklung gibt. Die Trennung von Religion und Staat ist etwas Wesentliches an dieser Entwicklung." Ein Frieden und eine stabile Lage in Syrien lägen auch ganz im Sinne Europas. In Syrien stationierte Raketen würden, wenn sie in falsche Hände kämen, auch Ziele in Europa zerstören können, warnte der FPÖ-Chef.

"Ohne die FPÖ wäre es nicht gelungen, nach Österreich zu kommen", betonte einer der syrischen Gäste und sagte abschließend: "Ich hoffe, dass es Ihnen, Herr Strache, gelingt, einen Dialog zwischen beiden Seiten zustande zubringen .Es würde uns freuen, wenn Sie in ferner Zukunft auch nach Syrien kommen, damit sich das syrische Volk bei Ihnen persönlich für Ihren Einsatz bedanken kann!"

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