Bleiberecht: Wiener Pfarren gründen "Netzwerk Asyl"

Diskussion mit Ute Bock im Rahmen der "Langen Nacht der Kirchen" am 27. Mai

Wien, 18.05.11 (KAP) Vier in der Flüchtlingsarbeit engagierte Pfarren der Erzdiözese Wien haben sich zu einem "Pfarrnetzwerk Asyl" zusammengeschlossen. Die Pfarrgemeinden wollen sich gegenseitig beim Umgang mit Asyl- und Bleiberechtsfälle unterstützen und mit Veranstaltungen und Aktionen die öffentliche Aufmerksamkeit für Probleme in diesem Bereich erhöhen.

Dem "Pfarrnetzwerk Asyl" gehören die Pfarre Schwechat und die Wiener Pfarren Kalvarienberg (Hernals), Allerheiligste Dreifaltigkeit (Favoriten) und St. Johann Nepomuk (Leopoldstadt) an. Das Netzwerk ist kein primärer Ansprechpartner für Asylwerber die Einzelfallhilfe suchen, sondern soll neben der öffentlichen Bewusstseinbildung vor allem den in der Flüchtlingshilfe engagierten Pfarrmitarbeitern als Austauschplattform dienen, berichtete Daniel Vychytil, der Leiter der Flüchtlingsarbeit im "Sozialprojekt Zirkelweg" der Pfarre Schwechat im "Kathpress"-Gespräch. Alle vier bis sechs Wochen treffen sich die Pfarrvertreter, um ihre Erfahrungen und hilfreiche Informationen im Zusammenhang mit Behördengängen oder juristischen Fragen auszutauschen.

Im Rahmen der "Langen Nacht der Kirchen" lädt das Netzwerk am 27. Mai zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel "Anders sein. Vom Umgang mit (mir) fremden Lebenswelten" ein; u.a. mit der Flüchtlingshelferin Ute Bock.

Aus Anlass des Weltflüchtlingstags am 20. Juni wird zudem ein "Requiem für die Opfer an der EU-Außengrenze" vorbereitet. Um 19 Uhr steht an diesem Tag in der Johann-Nepomuk-Kirche ein Vortrag des früheren Leiters der deutschen Hilfsorganisation Cap Anamur, Elias Birdel, auf dem Programm. Im Anschluss wird ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert. (Informationen: www.pfarrnetzwerkasyl.at)

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