NÖ Gesundheitsombudsfrau: Erste Forderung für ein faires Gesundheitssystem umgesetzt - weiter zu Schritt 2

Krismer: Bin erfreut, dass Stöger meine Ideen gefallen und er diese im Sinne der PatientInnen hoffentlich auch tatsächlich umsetzt

St. Pölten (OTS) - Für geplante Operationen wird es künftig transparente Wartelisten geben. Das entsprechende Bundesgesetz hat gestern den Ministerrat passiert. Stöger, der bisher die Zwei-Klassenmedizin immer verleugnete, reagiert damit auf die Vorwürfe der NÖ Gesundheitsombudsfrau Dr. Helga Krismer, die seit Oktober 2010 Fälle der Zwei-Klassenmedizin aufdeckt, die allesamt beweisen, das PrivatpatientInnen bevorzugt behandelt werden: "Steter Tropfen höhlt den Stein. Stöger hat erkannt, dass er die Zwei-Klassenmedizin nicht länger leugnen kann. Er hat endlich richtig reagiert und die Forderung nach einer transparenten OP-Warteliste umgesetzt. "Sein Vorhaben ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber wie er die transparente OP-Warteliste umsetzen wird, scheint ihm noch nicht ganz klar", so Krismer. Die Gesundheitsombudsfrau hofft nun, dass es nicht nur bei der Ankündigung der Liste bleibt.
Für die NÖ Gesundheitsombudsfrau bedeutet Stögers Vorstoß gegen die Zwei-Klassenmedizin aber auch: "Nachdem die OP-Warteliste etabliert ist, muss es sofort heißen - weiter zu Schritt 2: Ich bin Stöger wieder gerne behilflich, wenn es darum geht, die Krankenkassen ins Gebet zu nehmen, um jeden Menschen für den gleichen Beitrag die gleiche Leistung zu garantieren. 19 unterschiedliche Kassen mit unterschiedlichen Leistungen sind zu viel. Und auch hier steigen PrivatpatientInnen wieder besser aus", so Krismer, die damit ihre Forderung nach nur einer Gesundheitskasse statt 19 Krankenkassen wiederholt.

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